AMS-Fragebogen zu intim – nun wurde er geändert

Der umstrittene AMS-Fragebogen, der sehr intime Details der Arbeitslosen in Erfahrung bringen sollte, ist nun teilweise deaktiviert worden. (Symbolbild)
Der umstrittene AMS-Fragebogen, der sehr intime Details der Arbeitslosen in Erfahrung bringen sollte, ist nun teilweise deaktiviert worden. (Symbolbild)Jeff Mangione / KURIER / picturedesk.com
Der umstrittene AMS-Fragebogen, der sehr intime Details der Arbeitslosen in Erfahrung bringen sollte, ist nun teilweise deaktiviert worden.

Vor wenigen Tagen sorgte ein neuer AMS-Fragebogen für viel Wirbel. Im Rahmen der Job-Vermittlung sollten Arbeitslose nämlich eine Befragung absolvieren – mit teils sehr intimen Fragen. So wurde etwa nach Geschlechtskrankheiten, Geburtsfehlern oder sogar moralischen Fehltritten gefragt. 

Dies sorgte natürlich für Schlagzeilen und stieß auf Unverständnis. AMS-Chef Johannes Kopf hatte betont, dass die Teilnahme freiwillig sei – möglicherweise sei aber nicht ausreichend darauf hingewiesen, räumte er ein. Er versprach, sich mit dem Sachverhalt auseinanderzusetzen.

Fragen gestrichen

Am Montag berichtet die APA, das AMS habe auf Anfrage bestätigt, dass der umstrittene Fragebogen des AMS nun teilweise deaktiviert worden sei. 

Komplett gestrichen wurden die Fragen des Arbeitsbewältigungsindex zum Bereich Gesundheit, ebenso wie weitere zwölf Fragen des Teils mit "dynamisch-motivatorischen Fragen". Weiterhin gestellt werden hingegen die Fragen rund um die Fertigkeiten ("Skills").

2018 beauftragt

Der Onlinefragenkatalog für Arbeitslose wurde von der deutschen Firma Jobnet für das Arbeitsmarktservice entwickelt und soll Empfehlungen für Berufe, Bewerbung und Weiterbildung liefern. Den Zuschlag dafür, die entsprechende Software zu liefern, hatte die Website der deutschen Jobnet AG 2018 bekommen. 

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