AMS-Kunde schwänzte Kurs, kassierte 22.000 Euro Hilfe

Gute Zahlen für das AMS.
Gute Zahlen für das AMS.Bild: Daniel Schreiner
Die Polizei kam nun einem weiteren Fall mutmaßlichen Sozialbetrugs auf die Schliche. Ein 28-Jähriger nahm Geld, besuchte aber zwei Jahre keinen Kurs.

Ein arbeitsloser Oberösterreicher (28) hatte offensichtlich keine Lust auf seinen Kurs. Seit Oktober 2019 erschien er nicht mehr bei der zweijährigen verpflichteten Bildungsveranstaltung "Fachsozialbetreuung Schwerpunkt Altenarbeit" im AMS Wels (OÖ). Um nicht aufzufliegen, soll der 28-Jährige sogar Teilbestätigungen des Ausbildungsverlaufs gefälscht haben.

Er bezog ganze 22.087 Euro und 40 Cent unrechtmäßig auf sein Konto. Als der Mann zum Abschluss kein Zeugnis vorlegen konnte, flog er auf.Die Polizei Lambach (OÖ) brachte Anzeige wegen schweren Betrugs und Urkundenfälschung gegen den Mann ein.

Task Force gegen Sozialleistungsbetrug

Vom Innenministerium wurde eine eigene Task-Force zum Thema Sozialbetrug aufgebaut, "Heute" berichtete. Zwischen Juli 2018 und Juni 2021 wurden schon insgesamt 8.584 Fälle zur Anzeige gebracht und 9.386 Tatverdächtige ausgeforscht. Die entstandene Schadenssumme für den Saat beläuft sich aufsummiert bereits auf über 50 Millionen Euro.

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP)
Innenminister Karl Nehammer (ÖVP)Bild: picturedesk.com

"Es ist wichtig, solche Strafdaten aufzudecken und zur Anzeige zu bringen, damit das österreichische Sozialsystem als wichtiger Eckpfeiler unserer Gesellschaft geschützt und aufrechterhalten werden kann", findet der Innenminister Karl Nehammer (VP) klare Worte. "Mein Dank gilt allen, die an der Aufklärung der Straftat beteiligt waren."

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