An diesem Schlagloch haben Raser keine Freude

So funktioniert das intelligente Schlagloch aus Schweden. (Video: Edevaab)
So funktioniert das intelligente Schlagloch aus Schweden. (Video: Edevaab)
Wer zu schnell fährt, wird von dieser Hightech-Temposchwelle abgestraft. Die Erfindung aus Schweden kann den Verkehr auf eine sichere Art beruhigen.
Wenn man beim Autofahren im Stress ist, kann es schon mal passieren, dass man mit leicht erhöhter Geschwindigkeit fährt. Damit der Verkehr in Stadtteilen oder Dörfern mit Tempo 30 dennoch sicher bleibt, werden häufig Temposchwellen eingesetzt. Doch diese haben einige Nachteile.

Unter anderem wird der Verkehrsfluss negativ beeinträchtigt, da größere Fahrzeuge wie Lastwagen oder Busse nur langsam über die Hürde fahren können. Und die Schwelle ist auch dann da, wenn man sich ans Tempolimit hält. Die schwedische Firma Edeva präsentiert nun eine neue Lösung.

Spürbarer Effekt

Der sogenannte Actibump ist eine Art intelligentes Schlagloch, das mit einem Radar gekoppelt ist. Stellt das System eine überhöhte Geschwindigkeit fest, öffnet sich eine Klappe und es entsteht eine Vertiefung von rund sechs Zentimetern, die beim Drüberfahren deutlich spürbar ist.

Der Fahrer soll so an das geltende Tempolimit erinnert werden. Allerdings kann das Hightech-Schlagloch in gewissen Situationen auch deaktiviert werden, beispielsweise wenn ein Rettungsfahrzeug eine Person möglichst schnell ins Krankenhaus bringen muss. Auch bei Linienbussen bleibt das System inaktiv.

CommentCreated with Sketch.5 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Großes Interesse in Europa

Die Kosten für den sogenannte Actibump belaufen sich auf umgerechnet etwa 46.000 Euro für zwei Fahrspuren. Nach Angaben des Herstellers soll die Lösung bei regelmäßiger Wartung zehn bis zwölf Jahre halten. In Schweden und in Kanada ist die Lösung bereits im Einsatz. Auch in einer Ortschaft in Deutschland wird das System im Herbst eingebaut.

"Wir haben ein breites Interesse aus Europa", erklärt CEO David Eskilsson auf Anfrage, ohne Details zu nennen. Auf das Wetter hierzulande ist die schwedische Erfindung auf jeden Fall vorbereitet: "Das System beeinträchtigt die Schneeräumung in keinster Weise", steht im Prospekt. (swe/vhu)

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