An dieser Stelle starben drei Lenker in nur 110 Stunden

Bei dem Frontalcrash verloren zwei Lenker ihr Leben.
Bei dem Frontalcrash verloren zwei Lenker ihr Leben.fotokerschi.at
Auf diesem Straßenabschnitt in Perg passieren immer wieder schreckliche Unfälle. In den letzten fünf Tagen verloren dort drei Lenker ihr Leben. 

Ein schreckliches Bild bot sich den Feuerwehrmännern Mittwochabend auf der Bundesstraße B3 in Perg. Gegen 20 Uhr waren im Streckenabschnitt zwischen den Abfahrten Perg West und Perg Mitte zwei Autos frontal zusammengekracht. 

Durch die Wucht des Zusammenstoßes war der Seat Alhambra des Linzers Akiko M. (49) umgekippt, blieb auf der Seite liegen. Auch beim Kombi des anderen Lenkers Otto R. (48) aus Leonding (Bez. Linz-Land) war vom Motor nicht mehr viel zu erkennen. Überall auf der Straße verteilt lagen die Fahrzeugteile.

"Kein schöner Anblick"

"Es war kein schöner Anblick. Beide Lenker waren in den demolierten Autos eingeklemmt. Unsere jungen Kammeraden haben wir gar nicht vorgelassen", so Kommandant Gerhard Panhofer von der Freiwilligen Feuerwehr Perg.

Dabei haben einige seiner Kollegen vermutlich noch nicht einmal den letzten schweren Autounfall verarbeitet. Vor fünf Tagen, genauer gesagt vor 110 Stunden, hatte nur 20 Meter von der aktuellen Unfallstelle entfernt eine 60-jährige Zeitungszustellerin ihr Leben verloren. Wie berichtetwar die Frau mit einem entgegenkommenden Wagen zusammengekracht und danach gegen einen Strommast geschleudert worden. 

Den Feuerwehrmännern ist das Problem in dem besagten Straßenabschnitt mit der langgezogenen Kurve längst bekannt. "Wenn wir bei uns auf die B3 zu einem Unfall gerufen werden, ist es fast immer genau an dieser Stelle. Hier passieren leider immer wieder schwerste Unfälle mit tödlichem Ausgang", so Panhofer.

Unfälle auch für Bürgermeister unerklärlich

Wie "Heute" erfuhr, dürften in diesem Bereich immer wieder missglückte Überholmanöver zu den Horror-Unfällen führen. Wie genau es zu dem aktuellen Crash kommen konnte, ist derzeit noch nicht bekannt. Widrige Witterungsverhältnisse kann man ausschließen, denn zum Unfallzeitpunkt war es völlig trocken.

Auch für Pergs Bürgermeister Anton Froschauer sind die häufigen Unfälle an dieser Stelle unerklärlich. Im "Heute"-Gespräch sagt er: "Ich fahre auf dieser Strecke selbst fast täglich. Die langgezogene Kurve dort empfindet man eigentlich nicht als solche. Die Straße ist auch breit genug. Ich weiß nicht, warum es an dieser Stelle so viel Unfälle gibt."

Der Ortschef verspricht aber, sich diesem Phänomen anzunehmen. "Bei Unfallhäufungen finden regelmäßig Evaluierungen statt. Wir werden diese in diesem Fall vorziehen und versuchen Lösungen zu finden."

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