Strom- und Gas

Anbieter wechseln – 2.000 Euro bei Energiekosten sparen

92.354 Strom- und Gaskunden haben sich im 1. Quartal 2024 bereits einen neuen Strom- oder Gaslieferanten gesucht – und laut E-Control Geld gespart.

Wien Heute
Anbieter wechseln – 2.000 Euro bei Energiekosten sparen
Ein Steirer wurde von seinem Stromanbieter einfach gekündigt und soll nun den vierfachen Preis zahlen.
Weingartner-Foto/picturedesk.com (Symbolbild)

Die Österreicher sind in bei ihren Energieverträgen in Wechsel-Laune. Einen neuen Stromanbieter wählten heuer bis Ende März bereits 73.906 Kunden, einen neuen Gasanbieter 18.448. Die Wechselrate bei Strom liegt demnach bei 1,2 Prozent, jene bei Gas bei 1,5 Prozent. Das geht aus der aktuell veröffentlichten Marktstatistik der Regulierungsbehörde E-Control hervor. Insgesamt 92.354 Strom- oder Gaskunden haben sich laut E-Control in den ersten drei Monaten des Jahres einen neuen Anbieter gesucht. Fast 24.000 mehr als noch im Vergleichtszeitraum 2023.

"Angebote günstig wie lange nicht mehr"

"Ein Lieferantenwechsel kann derzeit besonders interessant sein. Wir sehen vor allem bei den Neukunden-Angeboten sehr attraktive Angebote, die günstig wie lange nicht mehr sind. Ein vergleichender Blick in den Tarifkalkulator lohnt sich daher besonders", so der E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch.

"Haushalt kann 2.000 Euro sparen"

"Ein Durchschnittshaushalt kann sich österreichweit betrachtet derzeit bei einem Wechsel des Strom- und Gaslieferanten inklusive Wechselrabatte rund 2.000 Euro ersparen. Wir würden uns wünschen, dass es auch bei den bestehenden Verträgen mit den Preisen weiter nach unten geht", so Urbantschitsch. "Die vorgesehenen Änderungen bei der Stromkostenbremse können dem Wettbewerb zu weiterem Schwung verhelfen."

Mehr Energiebedarf im Sommer

Der milde Winter hatte auch heuer direkte Auswirkungen auf den Energieverbrauch und das Verhalten der Konsumenten. "Während im Winter der Heizverbrauch rückläufig ist, erhöht sich in den Sommermonaten immer mehr der Bedarf für Kühlung. Damit einher geht auch eine Elektrifizierung in allen Lebensbereichen. Kühlung, aber auch Warmwasser, Heizung und Mobilität werden immer stärker von der elektrischen Energie bestimmt", so E-Control-Vorstand Alfons Haber. "Das Ziel muss sein den Energieverbrauch zu optimieren und so effizient wie möglich zu gestalten."

Niederösterreicher vorne beim Strom-Wechseln

Die meisten Wechsel von Stromanbietern im Vergleich zur Kundenzahl gab es in Niederösterreich mit 1,6 Prozent. Das entspricht 14.284 Kunden. In Oberösterreich und Wien gab es mit 1,4 Prozent und 14.635 Kunden (Oberösterreich) bzw. 23.014 Kunden (Wien) die zweitmeisten Wechsel. Auch hier ist jeweils eine Steigerung zu verzeichnen. Schlusslicht beim Wechsel des Stromlieferanten ist Vorarlberg mit lediglich 0,2 Prozent bzw. 493 Kunden.

Steirer wechselten Gasanbieter am häufigsten

Bei Gas gab es im ersten Quartal in der Steiermark mit 2,6 Prozent bzw. 1.592 Kunden die meisten Anbieterwechsel. In Oberösterreich wechselten 2,2 Prozent bzw. 2.816 Kunden ihren Lieferanten, in Niederösterreich 5.229 Kunden, was einer Wechselrate von 1,9 Prozent entspricht. In Vorarlberg gab es auch beim Gaslieferantenwechsel nur wenig Bewegung. Lediglich 0,4 Prozent bzw. 130 Kunden suchten sich im Ländle im 1. Quartal 2024 einen neuen Energie-Anbieter.

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    Auf den Punkt gebracht

    • Im ersten Quartal 2024 haben sich 92.354 Strom- und Gaskunden in Österreich einen neuen Anbieter gesucht, was fast 24.000 mehr als im Vorjahreszeitraum entspricht
    • Ein Lieferantenwechsel kann derzeit besonders interessant sein, da attraktive Neukunden-Angebote verfügbar sind und ein Durchschnittshaushalt durch den Wechsel rund 2.000 Euro sparen kann
    • Der Energieverbrauch und das Verhalten der Konsumenten haben sich aufgrund des milden Winters verändert, wobei der Bedarf für Kühlung im Sommer steigt
    • Niederösterreich führt beim Stromwechsel, während die Steiermark die meisten Gasanbieterwechsel verzeichnet
    • Vorarlberg hingegen zeigt die geringste Wechselaktivität
    red
    Akt.