Schwacher Auftritt

Ancelotti entschuldigt sich für Brasiliens WM-Start

Nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Marokko zeigte sich Brasiliens Trainer Carlo Ancelotti selbstkritisch. Der Druck auf seine Mannschaft wächst.
Sport Heute
14.06.2026, 07:23
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So hatte sich Carlo Ancelotti seine WM-Premiere nicht vorgestellt. Nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Marokko musste sich der neue Brasilien-Coach gleich zu Beginn unangenehmen Fragen stellen – und richtete eine Entschuldigung an die Fans der Selecao.

"Es tut mir leid, dass wir nicht so gut gespielt haben wie erhofft", erklärte der 67-Jährige nach dem Schlusspfiff. Erst im vergangenen Sommer hatte die Trainer-Ikone das wohl prestigeträchtigste und gleichzeitig schwierigste Nationalteam der Fußball-Welt übernommen.

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Denn: In Brasilien zählen Ausreden wenig, es zählen nur Titel. Und genau dafür wurde Star-Trainer Ancelotti geholt – um die Selecao zurück auf den WM-Thron zu führen. Entsprechend hoch sind die Erwartungen – und diese wurden gegen Marokko klar verfehlt.

Brasilien plagt sich gegen Marokko

Brasilien tat sich über weite Strecken schwer und konnte eine Niederlage nur dank eines Geniestreichs von Vinicius Junior verhindern. Von einer Leistung, die an einen künftigen Weltmeister erinnert, war der Rekordchampion weit entfernt. "Wir müssen besser werden. Das ist ganz klar", stellte Ancelotti nüchtern fest. "Wir müssen als Mannschaft besser ausbalanciert und aggressiver sein. Ich bin nicht enttäuscht, aber auch nicht zufrieden."

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Für Aufsehen sorgte auch, dass Ancelotti den brasilianischen Hoffnungsträger Endrick 90 Minuten auf der Bank schmoren ließ – obwohl der Angreifer zuletzt gut in Form war und die Seleção noch einen Treffer benötigte.Auf der Pressekonferenz gab er allerdings zu verstehen: "Ich rede nicht über einzelne Spieler."

Alte Probleme bleiben

Vor allem im Mittelfeld und in der Defensive offenbarten die Südamerikaner Schwächen. Routinier Casemiro, der bei Manchester United zuletzt starke Leistungen gezeigt hatte, wurde nach einer schwachen ersten Hälfte bereits zur Pause ausgewechselt. Doch auch danach kam Brasilien nie richtig ins Rollen. Die Partie zeigte einmal mehr, dass die aktuelle Generation nicht mehr die Dominanz früherer Jahre ausstrahlt.

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