Andi Ferner: "Im Distance Learning nur kaputte Kameras"

Comedian und Lehrer Andi Ferner im Interview
Comedian und Lehrer Andi Ferner im InterviewClemens Pilz
Die Osterferien sind vorbei und die Schüler müssen wieder vor die Bildschirme. Für HAK-Lehrer Andreas Ferner geht es wieder an die Schaltzentrale.

Im Corona-Gipfel der Bundesregierung wurde beschlossen, dass zumindest bis zum 18. April in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland die Schulen geschlossen bleiben und die Schüler via Distance Learning unterrichtet werden. Seit Dienstag fahren daher auch die Lehrer ihre Rechner wieder hoch – einer von ihnen ist Kabarettist und Lehrer Andreas Ferner. Im "Heute"-Interview berichtet er mit Augenzwinkern, wie schwierig die Kommunikation mit seinen Schülern ist (Video unten). "Es ist erstaunlich, wie oft Computer, Kameras, Mikros oder das Internet der Schüler zeitweise kaputt sind", witzelt der Comedian. Für ihn passt da etwas nicht zusammen: "So viele wollen YouTube-Stars und Influencer werden, aber im Fernunterricht bleiben die Kameras aus." 

Teams-Müdigkeit breitet sich aus

Dem Wirtschaftspädagogen ist klar, warum bei seinen Schülern eine gewisse Müdigkeit in Zusammenhang mit Distance Learning eingetreten ist, denn vor allem die echten Kontakte werden stark vermisst. Und auch wenn der Internet-Unterricht zur Routine wird, zermürbt die durchgehende Bildschirmarbeit: "Sechs Stunden vorm Bildschirm in einem durch, danach ist man zum Wegschmeißen." Die Wissensvermittlung über die Videokonferenz-Software MS Teams stellt selbst den erfahrenen Entertainer vor große Herausforderungen: "Schüler zwischen 15 und 20 sind das härteste Publikum der Welt, wenn du die kriegst, kriegst du jedes Publikum."

"Maximale Sicherheit" für risikobehafteten Präsenzunterricht

Andreas Ferner betont: "Lehrer und Schüler wollen gemeinsam in der Schule lernen." Für ihn ist der Präsenzunterricht, sowohl für die Wissensvermittlung, als auch hinsichtlich des sozialen Miteinanders, die bessere Unterrichtsform. Er kennt aber auch das erhöhte Risiko, sich in der Schule mit dem Coronavirus anzustecken: "Laut einer deutschen Studie ist das Oberstufen-Klassenzimmer der mit Abstand gefährlichste Innenraum und im Kontrast dazu der Theatersaal, der mit Abstand ungefährlichste." Dementsprechend finde er "es gut und recht, dass auf maximale Sicherheit geachtet wird."

"Fessor" Ferner sehnt sich nach der Bühne

Wie sehr der Lehrer seinen Zweitberuf – das Kabarett – vermisst, erzählt er "Heute" nach dem Interview. Seine vollständig durchgeplante Österreich-Tournee mit seinem neuen Programm "Chill amal, Fessor!" musste er letztes Jahr aufgrund der COVID-19-Pandemie absagen. Viel mehr als der Verdienstentgang ärgern den Kabarettisten die verlorenen Stunden Spaß für ihn und seine Gäste. Jetzt hofft der Künstler, dass er 2021 die Auftritte nachholen kann. Einen Einblick in "Fessor" Ferners aktuelles Programm gibt es im Video unterhalb. 

Termine im Überblick:

7. Mai Mödling, Bühne Mayer

10. Mai Wien, Aera

17. Mai Wien, Orpheum

20. Mai Wien, Aera

7. Juni Wien, Aera

14. Juni Wien, Orpheum

17. Juni Schladming

20. Juni Wien, Aera

Nähere Infos und Tickets sind erhältlich auf seiner Website.

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