Darum solltest du alte Apps nicht einfach löschen

Wenn du eine App auf dem Smartphone hast, die du nicht mehr benötigst, kannst du diese mit ein paar Handgriffen löschen. Doch damit ist es noch nicht getan.
Über zwei Millionen Apps sind im Google Play Store respektive im App Store von Apple verfügbar. Da kann es schon einmal passieren, dass man eine App installiert, bei der man später feststellt, dass man sie eigentlich gar nicht benötigt. Eine solche zu entfernen, ist denkbar einfach, auf iOS drückt man beispielsweise länger auf das App-Symbol und tippt dann auf das kleine Kreuz das erscheint. Bei Android kann der Löschvorgang ebenfalls mit einem längeren Tippen aufs App-Symbol gestartet werden.

Die App selbst ist dann zwar weg. Doch man hinterlässt bei der Nutzung oft auch eine Menge Daten. Vielleicht hat man seine E-Mail-Adresse oder sein Geburtsdatum angegeben, ein Login erstellt oder die App mit dem Facebook- oder Google-Konto verknüpft. Um seine eigenen Daten zu schützen, sollte man sich deshalb etwas mehr Zeit nehmen.

Detailliertes Bewegungsprofil

Bei einigen Apps müssen die Nutzer weder ein Profil noch ein Konto erstellen. Wenn du dort keine persönlichen Daten eingegeben hast, kannst du die App einfach wie oben beschrieben entfernen. Alle anderen haben während der Nutzung wahrscheinlich mehr Daten über dich gesammelt, als du dir vielleicht bewusst bist.

Wenn du der App erlaubt hast, auf die Standortdaten des Handys zuzugreifen, können alle von dir besuchten Orte erfasst und gespeichert werden. In einem solchen Fall, solltest du die Datenschutzerklärung lesen und das Konto und die darin gespeicherten Daten löschen lassen.

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Bei vielen Anbietern werden die Daten danach noch für einige Zeit aufbewahrt. Bei Facebook kann es beispielsweise bis zu 90 Tage dauern, bis alles weg ist. Das ist auch ein Grund dafür, dass man bei der Installation von Apps vorsichtig sein sollte. Wenn ein Angebot unseriös oder verdächtig erscheint, ist es vielleicht besser, dieses nicht herunterzuladen.

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Wer seine Daten sauber löscht, erhält danach theoretisch keine gezielten E-Mails und Werbeanzeigen aus dem Dunstkreis der entsprechenden Entwickler mehr. Und vor Hackerangriffen auf Server der Anbieter ist man dann geschützt, da die eigenen Daten dort nicht mehr hinterlegt sind.

Daten sichern

Als Regel kann man sich also merken, dass man Konten löschen sollte, wenn man diese nicht mehr benötigt. Auch wenn es manchmal etwas mühsam ist. Ebenfalls solltest du mit dem Google-, Twitter- oder Facebook-Konto verknüpften Diensten die Berechtigungen entziehen, wenn du diese nicht mehr brauchst.

Nicht vergessen: Wenn sich noch wichtige Daten auf dem Konto oder dem Dienst befinden, solltest du diese vorher exportieren und archivieren.

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