Angeblicher Kneissl-Sager über Muslimkinder empört

Außenministerin Karin Kneissl.
Außenministerin Karin Kneissl.Bild: picturedesk.com
Empörung nach angeblichem Sager von Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) bei Islamischer Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ).

Empörung herrscht nach einem angeblichen Sager von Integrationsministerin Karin Kneissl (FPÖ) bei der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ). Kneissl hatte eine Rede bei der der OSZE-Konferenz zum Thema Antisemitismus in Bratislava gehalten. Daraufhin erschien am Twitter-Konto einer jüdischen Studentenorganisation folgende Aussage, angeblich von Kneissl:

"Muslimische Kinder können nicht integriert werden."

"Das ist nicht, wofür wir jüdischen Studenten stehen", kommentierte dazu die "European Union of Jewish Students". Den Tweet nahm die IGGÖ auf und schrieb: "Wir verlangen sofortige Klarstellung durch das Österreichische Außenministerium, ob es tatsächlich zu dieser rassistischen Entgleisung gekommen ist".

Dass Kneissl Rassismus vorgeworfen wird, ärgert nun wiederum die Ministerin und das Ministerium. "Das ist Unsinn. Was ich tatsächlich gesagt habe ist, dass ich mich persönlich um eine Flüchtlingsfamilie gekümmert habe und aufgehört habe, als ich merkte, dass sie stark antisemitische Ansichten vertrat", so die Reaktion von Kneissl auf Twitter.

"Bösartige Falschinformation."

Auch das Ministerium spricht laut "APA" von einer Schilderung einer persönlichen Erfahrung, der Ministeriumssprecher sieht in den Vorwürfen eine "bösartige Falschinformation". Eine Videodokumentation der Rede ist bisher nicht aufgetaucht. Das Ministeriums-Dementi reicht der IGGÖ währenddessen nicht aus: Das Ministerium habe reagiert, "aber es ist aus unserer Sicht kein klares Dementi", heißt es.

Und "Als zuständige Ministerin für Integrationsagenden dürfte Frau Kneissl noch nicht einmal in den Verdacht des Rassismus kommen. Als IGGÖ stehen wir mit der OSZE wie auch mit der europäisch-jüdischen Hochschülerschaft in Kontakt, um das angebliche Zitat zu verifizieren. Wir werden da nicht locker lassen. Anti-muslimischer Rassismus ist ein klares No-Go!"

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(rfi)

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