Angeschossene Katzenmama verlor ihre Babys

"Angel" hat den Kaiserschnitt zwar gut überstanden, ihre Babys allerdings leider nicht. 
"Angel" hat den Kaiserschnitt zwar gut überstanden, ihre Babys allerdings leider nicht. ©Pfotenhilfe Lochen
Die trächtige Katze "Angel" wurde vor zwei Wochen mit einem Luftdruckgewehr angeschossen. Nun musste ein Kaiserschnitt vorgenommen werden. 

Vor ungefähr zwei Wochen wurde Katze "Angel" im Bezirk Braunau gefunden und sofort in Wien notoperiert. Ein Tierhasser hatte offenbar mehrmals mit einem Luftdruckgewehr auf die trächtige Katze geschossen ("Heute" berichtete). Das Team, rund um Chirurg Daniel Eschlböck von der Wiener Tierklinik Breitensee tat alles, um den Stubentiger und die ungeborenen Kitten zu retten und meldete am 21.05. auch einen Operationserfolg für alle Patienten. 

Update

Am Dienstagabend musste jetzt ein Kaiserschnitt durchgeführt werden um die Heilungschancen für Mama-Katze "Angel" zu vergrößern. "Angel" überstand den Eingriff sehr gut, aber die Kitten haben leider trotz stundenlanger Wiederbelebungsversuche und künstlicher Beatmung nicht überlebt. 

"Es besteht der Verdacht, dass der Schuss des Tierquälers ein so schweres Trauma bei der Mutter ausgelöst hat, dass die Babys durch die ausgesendeten Botenstoffe schweren Schaden genommen und sich nicht richtig entwickelt haben. Wir haben noch bis kurz vor Mitternacht versucht, die kleinen Herzen wieder in Schwung zu bringen, aber es war aussichtslos".

Wo bleibt eine gerechte Justiz? 

Die Tierschutzorganisation Pfotenhilfe, die "Angel" in die Obhut des großartigen Chirurgenteams übergab zeigt sich fassungslos. "Wie Anfang der Woche bekannt wurde, haben zwei Mädchen einen Schwan brutal zu Tode gesteinigt. Ebenfalls in Wels wurden gestern zwei Burschen lediglich zu Bewährungshilfe und Psychotherapie verurteilt, nachdem sie über einen längeren Zeitraum Enten gequält und ihnen sogar die Köpfe abgeschnitten haben. Traurigerweise behandelt die Justiz auch schwere Tierquälerei immer noch wie ein Kavaliersdelikt, weswegen Taten wie diese keine abschreckenden Urteile zur Folge haben", so Johanna Stadler, Geschäftsführerin der Pfotenhilfe. 

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