Die Österreicher fürchten sich am meisten vor einem Autounfall, gefolgt von Fahrradunfällen, geht aus einer Gfk-Umfrage im Auftrag der Helvetia Versicherung hervor.
Generell scheinen die Österreicher aber kein besonders unfallängstliches Volk zu sein, immerhin ein Drittel habe angegeben, sich gar nicht vor einem Unfall zu fürchten. "Hier spielen bei der Antwort aber sicher auch gesellschaftliche Erwartungen, dass ein Mann eben mutig zu sein hat, mit eine Rolle", so Alexander Zeh, Client Service Director bei Gfk Austria. In falscher Sicherheit wiegten sich die Österreicher "leider auch beim Thema Unfallversicherung", so Helvetia-Versicherung-Vorstand Werner Panhauser.
Autounfall
Mit 51 Prozent stand die Angst vor einem Autounfall an erster Stelle, bei den Männern waren es 45 Prozent und bei den Frauen 57 Prozent.
Fahrradunfall
Dahinter folgte deutlich abgeschlagen mit 24 Prozent – und bei beiden Geschlechtern in gleicher Intensität – die Sorge mit dem Fahrrad von einem Auto angefahren zu werden.
Unfall im Haushalt
Vor einem Unfall bei der Hausarbeit fürchten sich 22 Prozent der befragten Frauen und 13 Prozent der befragten Männer.
Flugzeug-Unfall
Bereits an vierter Stelle steht die Angst mit dem Flugzeug abzustürzen. Auch davor haben aber deutlich mehr Frauen (18 Prozent) als Männer (sechs Prozent) Angst.
Sportunfälle
Relativ gering ist dagegen die Angst vor Sportunfällen: Nur zehn Prozent fürchten einen Sturz beim Skifahren und sechs Prozent einen Sturz beim Wandern.
Eine private Unfallversicherung haben 49 Prozent der Wanderer und 53 Prozent der Skifahrer. Wandern (54 Prozent) und Skifahren (26 Prozent) nach Fahrrad fahren (61 Prozent) die am häufigsten ausgeübten Sportaktivitäten.
Auf die Frage „Was denken Sie, wo passieren die meisten Unfälle?" wurden mit 43 Prozent am häufigsten „in der Freizeit bei Sportunfällen“ bzw. „zu Hause“ genannt. Und trotz der Angst vor Autounfällen glauben nur neun Prozent, dass die meisten Unfälle im Straßenverkehr passieren. Befragt wurden 500 Personen zwischen 15 und 69 Jahren.
Wenig Wissen über Absicherung
Das Wissen über die finanzielle Absicherung nach einem Unfall sei gering: Die Kosten - wie etwa Transportkosten - nach dem Sturz mit gebrochenem Knöchel bei einer Wandertour sähen beispielsweise mehr als 40 Prozent fälschlich durch ihre Sozialversicherung und die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt. Panhauser: „Dieser Irrglaube ist auch einer der Hauptgründe, weshalb nur 45 Prozent laut Umfrage eine private Unfallversicherung haben. Und sich 43 Prozent jener Personen, die angeben keine Unfallversicherung zu besitzen, mit dem Thema noch gar nicht auseinandergesetzt haben."
Bei den Absicherungserwartungen für die private Unfallversicherung führen die Übernahme von Bergungs- und Transportkosten (82 Prozent) und die finanzielle Absicherung gegen dauernde Invalidität (81 Prozent), gefolgt von Arbeitsunfähigkeitsgeld (69 Prozent), Unfallrente (65 Prozent) und Spitalgeld (63 Prozent). Kostenübernahme für Alternativmedizin und kosmetische Operationen liegen mit 35 Prozent und 34 Prozent abgeschlagen auf Platz sechs und sieben.