Welt

Angst vor den Fluten im Urlaubsparadies

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:46

Banges Warten in Thailands Hauptstadt Bangkok, wo es die schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten gibt. Wassermassen bedrohen die Millionenmetropole, noch ist es in der Stadt selbst trocken, dennoch treten Hunderttausende die Flucht an - für den Fall der Fälle stehen Notunterkünfte für 800.000 Menschen in 1743 Aufnahmelagern zur Verfügung.


Nur entlang des Khlong-Prapa-Kanals in den nördlichen Vorstädten schwappte das Wasser bisher teilweise auf die Straßen. Regierungschefin Yingluck Shinawatra rief die Einwohner in einer Fernsehansprache zu weiterer Wachsamkeit auf. "Es gibt keinen Grund zur Panik", sagte sie.

Schleusen geöffnetNach den verheerenden Überschwemmungen in Zentralthailand müssen die Wassermassen Richtung Süden abfließen. Bangkok liegt genau zwischen den Überschwemmungsgebieten und dem Golf von Thailand. Nach tagelangem Widerstand hatte die Stadt in der Nacht zu Freitag die Schleusentore geöffnet, um abfließende Wassermassen in die Kanäle zu lassen. Die Stadtverwaltung hat den Innenstadtbereich aber durch Notdämme aus Sandsäcken gesichert. Sie will das kommerzielle Zentrum des Landes unter allen Umständen trocken halten.

+++ Leserreporter berichten aus Thailand +++

Landesweit stünden mehr als 800.000 Plätze in 1743 Notaufnahmelagern bereit, sagte Yingluck. 113.000 Menschen hätten von dem Angebot bisher Gebrauch gemacht. Die Regierung habe Pläne für den Wiederaufbau und die Wiederherstellung der Felder ausgearbeitet und Geld bereitgestellt. Sie werde die Preise von Grundnahrungsmitteln überwachen, um sicherzustellen, dass keine Wucherpreise verlangt werden.

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