Ein tragischer Unfall riss ein siebenjähriges Mädchen aus dem Leben. Ein ukrainisches Paar wollten mit seinen beiden Kindern das Disneyland in Paris besuchen – am Abend zuvor kam es jedoch zu einem tragischen Unfall. Als die Familie gerade einen Zebrastreifen überquerte, wurde die Siebenjährige unweit der Champs-Elysées von einem Taxi erfasst. Das Mädchen starb noch an der Unfallstelle.
Wie sich jetzt herausstellt, handelt es sich beim Opfer um die siebenjährige Anja, die mit ihrer Familie vor rund einem Jahr vor dem Bomben-Horror in der ukrainischen Stadt Mariupol geflüchtet war.
Roman und Kristina Plankevych waren im Sommer 2022 mit Anja und dem damals frisch geborenen Baby Dmitrij über Litauen nach Deutschland geflohen. Mithilfe des Vereins "Vest ohne Grenzen e.V." konnte sich die Familie in der Stadt Marl, knapp 40 Kilometer nordwestlich von Dortmund, ein neues Leben aufbauen.
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In der deutschen Gemeinde ist die Trauer um Anja nun groß. Das Mädchen wird als quirlig und liebevoll beschrieben. Es hatte sich gut in seiner neuen Heimat integriert, schreibt die Vereinsmitarbeiterin Jana Emmrich auf Facebook. Anja ging gerne zur Schule und lernte gerade Flöte spielen.
Der Verein und das Tattoo-Studio "Lucky Tattoo by Pascal", in dem der Jurist und Hobby-Tätowierer Roman Plankevych nach der Ankunft einen Job gefunden hatte, starteten einen Spendenaufruf, um die Familie finanziell zu unterstützen.
Wie die "Marler Zeitung" berichtet, hatten die Plankevychs in Mariupol bereits Angst und Schrecken kennen gelernt. "Vater Roman hat uns berichtet, dass er dort in Gefangenschaft war und gefoltert wurde. Mutter Kristina hat das zweite Kind im Keller eines Spitals zur Welt gebracht", berichtet Jana Emmrich.
Der Taxifahrer, der Anja überfuhr, wurde nach dem Unfall festgenommen. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Die ersten Alkohol- und Drogentests waren negativ, erklärte ein Sprecher dem Portal "20 Minuten". Dem Fahrer droht eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung.