Ankara droht auch Austro-Türken

Nur einen Tag nach dem versuchten Putsch in der Türkei nahm die Regierung in Ankara auch Auslandstürken ins Visier. In Österreich rief die umstrittene "UETD" dazu auf, Regimegegner und Anhänger des einstigen Erdogan-Verbündeten Fethullah Gülen türkischen Behörden zu melden.

Nur einen Tag nach dem versuchten Putsch in der Türkei nahm die Regierung in Ankara auch Auslandstürken ins Visier. In Österreich rief die umstrittene "UETD" dazu auf, Regimegegner und Anhänger des einstigen Erdogan-Verbündeten Fethullah Gülen türkischen Behörden zu melden.

Die Nachrichtenagentur "Anadolu Agency" unterstellt, dass Österreich "Gülenisten" schütze. Schulen und Zeitungen, die der Gülen-Bewegung zugeordnet werden, würden zur "Israel- Lobby" gehören und Erdoganfeindliche Propaganda betreiben. Spenden von Muslimen seien für den Bau von Kirchen veruntreut worden, so ein weiterer Vorwurf.

"Immer mehr Austro-Türken sind verängstigt", sagt Efgani Dönmez "Heute". Mit dem Beirat "Maarif Vakif" würde die Türkei nun weltweit Gülen-Einrichtungen "umfärben". "Ankara weitet seinen Einfluss auf Auslandstürken aus", warnt der Ex-Grüne vor Radikalisierung.

(enu)

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