Anrainerparken: Wo gilt's, wo nicht?

City und Josefstadt legen sich gegen die Öffnung der Anrainerparkplätze für den Wirtschaftsverkehr quer, die Stellplätze verlieren dort ab Samstag ihre Gültigkeit.

Auch der Donnerstag brachte keine Einigung zwischen den schwarzen Bezirkschefs von City und Josefstadt mit der grünen Verkehrsstadträtin. Konsequenz: In den beiden Bezirken bleiben zwar die Schilder stehen, die die Anrainerparkplätze kennzeichnen. Man kann sie aber getrost negieren. Sie gelten ab morgen nicht mehr. Laut Stadt werden die Stellplätze in den störrischen Bezirken ab Samstag von den Parksheriffs

wie "normale" Parkplätze behandelt. Heißt: Wer ein Pickerl für den betreffenden Bezirk hat, kann sein Auto nach wie vor ohne Parkschein abstellen. Es ändert sich nichts.

Änderungen gibt es für alle anderen: Wer kein Pickerl für den Bezirk hat, muss einen (Online-)Parkschein ausfüllen. Es gelten die Regeln wie für "normale" Kurzparkzonen auch: Zu zahlen ist von Montag bis Freitag zwischen 9 und 22 Uhr. Die maximale Parkdauer beträgt zwei Stunden. Samstag und Sonntag parken alle gratis.

Döbling fixiert seine Kurzparkzonen

Mit 1. Juli 2019 wird in Döbling das Parkpickerl eingeführt. Jetzt sind die Grenzen fix: Mit Ausnahme von Cobenzl, Kahlenberg und rund ums Krapfenwaldbad wird der ganze Bezirk

Kurzparkzone.

"Wir wollten keinen Fleckerlteppich und auch verhindern, dass wir aufgrund von Verdrängungseffekten nach wenigen Wochen nachbessern müssen", so Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP) zu "Heute". Mit Währing wird es im Gebiet Sternwartestraße, Peter-Jordan-Straße bis zur Pötzleinsdorfer Höhe eine Überlappungszone geben. Hier werden die Parkpickerl beider Bezirke gelten.

City-Protest durfte nicht ins Rathaus

Beim "Sturm aufs Rathaus" wollte City-Chef Markus Figl (ÖVP) am Donnerstag das Endergebnis der Befragung zur Öffnung der Anrainerparkplätze (92 % waren dagegen) an Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou übergeben. Unterstützt wurde er von seiner Josefstädter Amtskollegin Veronika Mickel-Göttfert (ÖVP) und rund 60 Bewohnern. Doch es kam nicht dazu, Vassilakou ließ sich vertreten, für die Bürger war schon vorher Schluss. Die Rathauswache hatte die Tore gesperrt. (red)

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