Rapid muss zwei Spieltage vor Saisonende um den Europacup zittern. Nach dem verschenkten Heimsieg gegen den LASK (1:1) sind die Hütteldorfer weiter Fünfter, kämpfen mit der Austria (4.) und Klagenfurt (6.) um die Tickets nach Europa. Die Stimmung rund um den Klub ist spätestens seit der empfindlichen Derby-Pleite in der vergangenen Woche im Keller - Sportboss Markus Katzer muss sich nicht nur den Fragen nach den von Präsident Alexander Wrabetz versprochenen "markanten Verstärkungen", sondern auch nach einem möglichen Trainer-Aus von Zoran Barisic stellen. Zweiteres schließt er (noch) aus.
Zum Thema Transfers sickert nun ein spannender Name durch: Louis Schaub. Der ehemalige Rapid-Spielmacher könnte heimkehren. Diese Vorstellung klingt für viele Fans in der Zielgeraden einer verkorksten Saison versöhnlich. Der 29-Jährige würde als kreative Schaltzentrale eine offensive Lücke schließen. Mit 29 Länderspielen, acht Teamtoren und jeder Menge Erfahrung nach fünf Jahren im Ausland (HSV, Köln, Luzern und aktuell Hannover) würde auf ihn das Prädikat "markant" passen.
Sportjournalist Peter Linden berichtet am Montag in seinem Blog, dass sich Katzer im April beim Management des Trainers gemeldet habe. Rapid hat Schaub also auf dem Zettel. Der Ausgang des Gesprächs ist nicht überliefert. Katzers aktuelle Aussagen, vor dem Sky-Mikro auf Transfers angesprochen: "Es ist auch so, durch die nicht direkte Qualifikation für die Gruppenphase muss man ein bisschen auf die Euphoriebremse steigen, denn die Erwartungshaltung ist riesig, was die Investitionen im Sommer betrifft. Fakt ist, dass wir einfach mehr Qualität brauchen. Das zeigt auch die Meisterschaft und daran gilt es zu arbeiten."
Sky-Experte Marc Janko legt den Finger in die Wunde. Die großspurigen Transfer-Versprechen nach dem Wrabetz-Amtsantritt, "das Öffnen des Geldkoffers", habe sich wohl noch nicht bis zu Katzer herumgesprochen, unkt der ehemalige Teamstürmer direkt nach dem Katzer-Auftritt im Allianz Stadion.
Schaub wäre ablösefrei zu haben, der Vertrag des Legionärs läuft mit Saisonende aus. Klar ist: Mit einer Rückkehr zu seinem Jugendklub würde er zum Topverdiener aufsteigen. Bei Hannover wird sein Gehalt auf rund eine Million Euro jährlich geschätzt. Bei Rapid laufen die Verträge mehrerer Profis aus: Kevin Wimmer, Christoph Knasmüllner, Christopher Dibon, Dejan Petrovic. Die Zeichen stehen auf Abschied. Bei Dibon deutet sich ein möglicher Wechsel vom Rasen in die Management-Etage und das Team von Katzer an.