Es waren schreckliche Szenen, die sich Ende Juni in Monaco abspielten: Bei einem Paketbombenanschlag auf den ukrainischen Unternehmer Wadym Jermolajew wurden mehrere Menschen verletzt. Der 58-Jährige steht in der Ukraine auf der Sanktionsliste, da er Geschäfte mit Russland führt. Ihm wird eine gewisse Skrupellosigkeit nachgesagt.
Schnell geriet die 39-jährige Ukrainerin Anastasija B. ins Visier der Ermittler. Demnach sei sie durch Videoaufnahmen und ihr Auto mit deutschem Kennzeichen identifiziert worden. Im Zuge der Tat soll sie sich als Mann verkleidet und die Bombe mit einem Rucksack in das Foyer von Jermolajews Wohnhaus gebracht haben.
Nach der 39-Jährigen wurde in weiterer Folge per internationalem Haftbefehl gefahndet. Auch Interpol suchte nach der Ukrainerin. Daher kam es auch zu einer Razzia an ihrer Mietwohnung im deutschen Bundesland Hessen. Die Frau stand unter Mordverdacht.
Nun dürfte sie selbst ein ähnliches Schicksal ereilt haben. Wie das ukrainische Online-Portal "Pravda" berichtet, wurde die Leiche von Anastasija B. am Montag gegen 23 Uhr in Kiew entdeckt. Demnach soll sie erschossen worden sein.
Besonders brisant: In der Causa um den Anschlag in Monaco soll es bereits zu Festnahmen gekommen sein. Bei ihnen soll es sich um zwei Männer handeln. Einer soll für die Polizei arbeiten, der andere gehöre dem ukrainischen Nachrichtendienst an.