Sicherheitslage angespannt

Anschlag vor Präsidentenwechsel erschüttert Kolumbien

Kurz vor dem Amtsantritt von Kolumbiens neuem Präsidenten erschüttert ein Anschlag das Land. Die Sicherheitslage bleibt angespannt.
Newsdesk Heute
01.08.2026, 17:01
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Sechs Tage vor der Angelobung vom neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella hat es in Kolumbien einen schweren Sprengstoffanschlag gegeben. Mindestens elf Menschen wurden verletzt. Ein Lkw, voll mit Sprengsätzen, ist am Samstag vor einer Polizeiwache in der Stadt Cucutá, nahe der Grenze zu Venezuela, explodiert. Das haben die Behörden bestätigt.

Unter den Verletzten sind acht Polizisten und drei Zivilisten. Das hat der Sicherheitsminister der Region Norte de Santander, George Quintero, bekanntgegeben. Wer hinter dem Anschlag steckt, ist noch unklar. Die Behörden haben eine Belohnung von umgerechnet rund 28.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung der Täter ausgesetzt.

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De la Espriella hat den "feigen terroristischen Angriff" scharf verurteilt. Er betonte: Der Anschlag werde nicht "die Entschlossenheit der Kolumbianer brechen, in Frieden und Sicherheit zu leben". Das schrieb der künftige Staatschef auf X.

Die Angelobung vom ultrarechten Politiker ist für Freitag in der Stadt Cali geplant. Die Sicherheitsvorkehrungen werden massiv sein: Rund 11.000 Soldaten und Polizisten sollen die Zeremonie schützen.

Normalerweise findet die Amtseinführung vom kolumbianischen Präsidenten in Bogotá statt. Auf Wunsch von De la Espriella wird sie diesmal in Cali abgehalten. Die Stadt liegt in einer Region, die besonders unter Gewalt durch Drogenbanden und Guerilleros leidet.

De la Espriella folgt auf Gustavo Petro, den ersten linksgerichteten Präsidenten in der Geschichte Kolumbiens. Der Politik-Neuling De la Espriella wird von US-Präsident Donald Trump unterstützt und steht für einen klaren Rechtskurs.

Er will bewaffnete Gruppen mit militärischer Gewalt bekämpfen und Mega-Gefängnisse bauen. Petro, ein ehemaliger Guerillero, hat in seiner vierjährigen Amtszeit auf Dialog mit bewaffneten Gruppen gesetzt – allerdings ohne großen Erfolg.

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