Anschober warnt: 25 Prozent mehr Intensivpatienten

Die Auslastung auf den Intensivstationen ist im Vergleich zur Vorwoche um ein Viertel gestiegen.
Die Auslastung auf den Intensivstationen ist im Vergleich zur Vorwoche um ein Viertel gestiegen.Robert Michael
Im Vergleich zur vergangenen Woche ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich gesunken. Gänzlich anders sieht es auf den Intensivstationen aus.

Beinahe 7.000 Neuinfektionen hat es in Österreich im 24-Stunden-Vergleich zwischen Mittwoch und Donnerstag gegeben. Vergangenen Donnerstag lag dieser Wert noch bei 9.262. Angesichts dieses leichten Rückgangs spricht Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) von einer "Stagnation auf dramatisch hohem Niveau". Laut Anschober könne sich zum jetzigen Zeitpunkt der harte Lockdown noch nicht in den Infektionszahlen widerspiegeln. 

Sie zeigen aber sehr wohl Auswirkungen des Teil-Lockdowns, der seit 3. November in Kraft ist. "Die massiven Zuwächse konnten gestoppt werden, eine klare Abnahme jedoch noch nicht eingeleitet werden. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen bleibt dramatisch hoch", warnt der Minister in einer Aussendung. Daher appelliert Anschober neuerlich an die Bevölkerung, die Kontakte massiv zu verringern und die Möglichkeiten von Home-Office zu nützen.

Ein Viertel mehr Auslastung auf Intensivstationen

So (halbwegs) erfreulich die jüngste Entwicklungen der Infektionszahlen sind, so alarmierend ist die Situation in den österreichischen Spitälern. Hier sind positive Auswirkungen erst zeitverzögert zu erwarten. Die Zahl der Hospitalisierungen auf Normalbetten ist am Donnerstag auf 3.931 gestiegen, die Zahl der Menschen mit intensivmedizinischem Betreuungsbedarf leicht auf 683. Damit ist die Zahl der Intensivpatienten in den vergangenen 7 Tagen um enorme 25 Prozent angewachsen.

Anschober sieht daher in den kommenden zwei Wochen"entscheidende Tage für unsere Intensivstationen". Durch "massives Verringern der Kontakte" könne jeder seinen Beitrag leisten. Denn die Arbeitssituation für Spitalsmitarbeiter würden immer schwieriger, so der Grünen-Politiker, der festhält, dass Personen im Gesundheitswesen "Großartiges" leisten. 

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