824.400 Verletzte im Jahr

Anstieg bei Unfallopfer – kostet 3 Milliarden Euro

824.400 Verletzte kosteten 2025 fast drei Milliarden Euro. Besonders gefährlich: das eigene Zuhause – vor allem Senioren sind betroffen.
Österreich Heute
26.02.2026, 11:50
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Kuratorium für Verkehrssicherheit schlägt Alarm: Österreichs Spitäler behandelten 2025 unglaubliche 824.400 Unfallopfer – ein Plus von zwei Prozent. Noch dramatischer: Die Behandlungskosten explodierten um sieben Prozent auf fast drei Milliarden Euro. Die größte Gefahr lauert im eigenen Zuhause.

Haushalt: Hier passiert am meisten

Die meisten Verletzten gab es im Haushalt (334.500) – noch vor Freizeit, Arbeit oder Verkehr.

Besonders auffällig:

  • +21 % Unfälle beim Gehen im Wohnbereich (86.000 Verletzte)
  • +12 % bei Reinigungsarbeiten (30.000)
  • +19 % bei Heim- und Gartenarbeiten (26.400)
  • +18 % beim Kochen (14.400)

Senioren besonders betroffen

266.100 Verletzte sind 65 Jahre oder älter – ein neuer Höchststand (+5 %). Mehr als 1,9 Millionen Menschen in Österreich sind mittlerweile 65plus. Seit 2021 ist diese Gruppe um neun Prozent gewachsen.

Mag. Christian Schimanofsky vom KFV warnt eindringlich: "Jeder Tag, den ein Mensch gesund und unfallfrei in den eigenen vier Wänden verbringen kann, bedeutet ein wertvolles Stück Lebensqualität." Und weiter: "Zugleich ist jede Vorsorgemaßnahme ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Pflegeeinrichtungen und des Gesundheitssystems in Österreich."

Wer noch betroffen ist:

  • 25–64-Jährige: 333.100 Verletzte (+4 %)
  • Kinder (0–14): 119.600 Verletzte (leicht rückläufig)
  • Jugendliche (15–24): 105.600 (–3 %)

Die meisten Unfälle passierten in Wien (160.300), gefolgt von Oberösterreich und Niederösterreich.

Verkehr: Helm-Muffel riskieren ihr Leben

Im Verkehr gab es 97.800 Verletzte – ein Plus von über sechs Prozent. Besonders problematisch: viele Unfälle mit Fahrrädern, E-Bikes und E-Scootern. 71 Menschen kamen dabei ums Leben.

Häufigste verletzte Körperteile über alle Unfallarten hinweg:

  • Finger (102.200 Fälle)
  • Knie (72.200)
  • Fußgelenk/Knöchel (70.900)

Klaus Robatsch vom KFV warnt vor allem wegen der steigenden Kopfverletzungen. Er fordert eine Helmpflicht für alle Altersgruppen bei E-Scootern und E-Bikes. Bei Sportunfällen war das Knie am häufigsten betroffen (28.600 Fälle). Auffällig ist zudem, dass bei Sportunfällen erstmals in mehr als fünf Prozent der Fälle Kopfverletzungen vom KFV dokumentiert wurden

{title && {title} } red, {title && {title} } 26.02.2026, 11:50
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