Kuratorium für Verkehrssicherheit schlägt Alarm: Österreichs Spitäler behandelten 2025 unglaubliche 824.400 Unfallopfer – ein Plus von zwei Prozent. Noch dramatischer: Die Behandlungskosten explodierten um sieben Prozent auf fast drei Milliarden Euro. Die größte Gefahr lauert im eigenen Zuhause.
Die meisten Verletzten gab es im Haushalt (334.500) – noch vor Freizeit, Arbeit oder Verkehr.
266.100 Verletzte sind 65 Jahre oder älter – ein neuer Höchststand (+5 %). Mehr als 1,9 Millionen Menschen in Österreich sind mittlerweile 65plus. Seit 2021 ist diese Gruppe um neun Prozent gewachsen.
Mag. Christian Schimanofsky vom KFV warnt eindringlich: "Jeder Tag, den ein Mensch gesund und unfallfrei in den eigenen vier Wänden verbringen kann, bedeutet ein wertvolles Stück Lebensqualität." Und weiter: "Zugleich ist jede Vorsorgemaßnahme ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Pflegeeinrichtungen und des Gesundheitssystems in Österreich."
Die meisten Unfälle passierten in Wien (160.300), gefolgt von Oberösterreich und Niederösterreich.
Im Verkehr gab es 97.800 Verletzte – ein Plus von über sechs Prozent. Besonders problematisch: viele Unfälle mit Fahrrädern, E-Bikes und E-Scootern. 71 Menschen kamen dabei ums Leben.
Klaus Robatsch vom KFV warnt vor allem wegen der steigenden Kopfverletzungen. Er fordert eine Helmpflicht für alle Altersgruppen bei E-Scootern und E-Bikes. Bei Sportunfällen war das Knie am häufigsten betroffen (28.600 Fälle). Auffällig ist zudem, dass bei Sportunfällen erstmals in mehr als fünf Prozent der Fälle Kopfverletzungen vom KFV dokumentiert wurden