Musikalisches Statement

Antwort auf Schmyt – Mala Frank dreht Liebesdrama um

Was, wenn die vermeintlich unerwiderte Liebe gar nicht so einseitig ist? Genau diesen Gedanken greift die Wiener Singer-Songwriterin Mala Frank auf.
Romina Colerus
07.09.2026, 10:43
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Mit "Damit du mich retten kannst" veröffentlicht Mala Frank am 9. September einen Song, der dort ansetzt, wo Schmyts "Ich wünschte, du wärst verloren" nur eine Seite der Geschichte erzählt.

Im Original glaubt der Erzähler, von der Frau, die er liebt, nicht wirklich gesehen zu werden. Frank dreht die Perspektive nun um. Vielleicht sind die Gefühle sehr wohl da, nur die Angst vor einer weiteren Enttäuschung ist noch größer.

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"Beim Hören von 'Ich wünschte, du wärst verloren' hat mein Kopf automatisch mit meinen eigenen Erfahrungen geantwortet", erzählt die Musikerin über die Entstehung ihres Songs.

In ihrer Version wird aus vermeintlicher Distanz plötzlich Selbstschutz. Die Frau zieht sich nicht zurück, weil ihr nichts bedeutet, sondern gerade weil ihr zu viel bedeutet und alte Verletzungen noch nachwirken. Aus einem Liebeslied über Zurückweisung wird damit die Geschichte zweier Menschen, die womöglich dasselbe fühlen und trotzdem aneinander vorbeigehen.

Frank greift dafür Gedanken und Bilder aus Schmyts Song auf und erzählt sie aus der anderen Perspektive weiter. Am Ende steht weniger die Frage, ob der andere einen retten kann, sondern ob man selbst überhaupt wieder bereit ist, Liebe zuzulassen.

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