Anwalt: Update von Schummel-VWs führt zu Motorschaden

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Ein deutscher Anwalt vertritt 50 Volkswagen-Besitzer, deren Dieselautos nach der Entfernung der Schummel-Software ein neues Problem bekamen: Den Ausfall des Abgasrückführungssystems wegen eines erhöhten Rußpartikelausstoßes.
Nach der Umrüstung kann es zu Verkrustungen in einem Ventil der Abgasrückführung kommen, weil durch das Update der Rußpartikelausstoß erhöht wird. Als mögliche Folge schalten Motoren ins Notlaufprogramm oder lassen sich nicht mehr starten, berichtet Autobild. 

Die Kosten für den Tausch des Abgasrückführungsventils betragen je nach Modell zwischen 700 bis 1.700 Euro in Deutschland. In den meisten Fällen zeigt sich VW allerdings kulant und übernimmt die Kosten, auch wenn das Auto schon älter ist. "VW tut alles, um zu verhindern, dass Kundenbeschwerden über mögliche Folgeschäden des Updates in die Öffentlichkeit gelangen", sagt der Düsseldorfer Anwalt Tobias Ulbrich. Er vertritt 50 Mandanten, bei denen Teile des Abgasrückführungssystems unmittelbar oder kurz nach dem Update ausgefallen sind.

Volkswagen erklärte gegenüber Autobild, das Software-Update habe "keinen negativen Einfluss auf die Funktion und Wirkungsweise des Abgasrückführungssystems“. Aber: Die Wolfsburger geben keine Garantie auf nachgebesserte Autos.

Aus diesem Grund verzichtet die bayrische Polizei auch auf die Umrüstung von rund 500 Fahrzeugen: Erst muss die Garantiefrage geklärt werden, denn was passiert, wenn ein nachgebessertes Fahrzeug einen Motorschaden erleidet?

 
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