Anwalt versucht, den Messi-Transfer zu PSG zu stoppen

Lionel Messi bei seiner Abschieds-Rede im Camp Nou.
Lionel Messi bei seiner Abschieds-Rede im Camp Nou.picturedesk.com
Die PSG-Fans drehen durch, ganz Fußball-Frankreich wartet auf den Lionel Messi. Ein spanischer Anwalt versucht, den Transfer noch zu verhindern.

Lionel Messi hat Paris und Umgebung schon vor seiner erwarteten Ankunft an diesem Montag in Aufregung versetzt. Bereits am Sonntagabend warteten Hunderte Fans vor dem Flughafen Le Bourget, einem kleinen Airport nahe der französischen Hauptstadt. Sie stimmten Sprechchöre und Gesänge an, ihr vermutlich neuer Super-Held in einer Mannschaft, die dann ihresgleichen auf dem Planeten sucht, kam aber noch nicht. Nun soll er an diesem Montag landen, wie Medien übereinstimmend berichteten.

Die Zeitung "Le Parisien" richtete sogar eigens einen Messi-Liveticker ein. Die Sportzeitung "L’Équipe" zeigte Messi auf der Titelseite in einer Fotomontage vor dem Eiffelturm mit einer Kunstflugstaffel – dies war allerdings zu Ehren der Olympischen Spiele, die am Sonntag an Paris übergeben wurden. 2024 finden sie an der Seine statt. Bis Ende Juni 2024 könnte auch Messi in Paris sein. Nach Angaben der argentinischen Sportzeitung "Olé" soll es sich bei seinem Vertrag mit PSG um ein entsprechend datiertes Arbeitspapier handeln.

Insgesamt soll er dem Sportblatt zufolge in den 36 Monaten 120 Millionen Euro netto verdienen, was weit unter dem liegen würde, was er zuletzt beim hoch verschuldeten FC Barcelona kassiert hatte.

Oder scheitert der Transfer doch noch? Der spanische Anwalt Dr. Juan Branco hat eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission gegen den bevorstehenden Wechsel von Lionel Messi zu Paris Saint-Germain eingereicht. Das berichtet die spanische Sportzeitung "Marca". Der Anwalt vertrete dabei die Interessen der Mitglieder des FC Barcelonas, wie es weiter heißt.

Dr. Blanco argumentiert, dass PSG mit Blick auf das Financial Fairplay der Uefa noch schlechter dastehe als Barcelona, sodass ein Transfer Messis in die französische Hauptstadt nicht genehmigt werden dürfe. Die "Marca" zitiert aus dem Schreiben: "Das Einnahmen-Ausgaben-Verhältnis von PSG ist in Bezug auf das Financial Fair Play deutlich schlechter als das vom FC Barcelona. In der Saison 2019/20 lag das Verhältnis zwischen Gehältern und Einnahmen der Pariser bei 99 Prozent, während das von Barca 54 Prozent betrug." Auch verweist der Anwalt auf die bereits getätigten Transfers der Pariser (Hakimi, Ramos, Donnarumma, Wijnaldum).

Wie groß die Erfolgsaussichten seiner Beschwerde sind? Nun – vermutlich nicht so groß. Schließlich ist die Europäische Kommission überhaupt nicht für das Anliegen zuständig. Für die Einhaltung des Financial Fair Play ist die Uefa selbst zuständig.

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