Der Automobilhersteller Ford hat einen Spezialanzug entwickelt, der es Fahrzeuglenkern ermöglicht, das Fahren unter dem Einfluss von Drogen mitzuerleben, ohne dabei tatsächlich zu bewusstseinserweiternden Substanzen greifen zu müssen. Vor allem jungen Leuten soll so die Gefahr bewusst gemacht werden.
Der Anzug, der von Ford gemeinsam mit dem deutschen Meyer-Hentschel Institut konzipiert worden ist, kann den Einfluss zahlreicher gängiger Drogen wie Kokain, MDMA, LSD und Cannabis simulieren. Handschuhe erzeugen Zittern, Gewichte an Armen und Beinen schränken die Mobilität ein und ein Spezialbrille sorgt für eine verzerrte Optik und künstliche Halluzinationen. Zusätzlich hört man über Kopfhörer Geräusche und Lärm.
Zahl der Drogenlenker soll gesenkt werden
Dadurch soll jungen Leuten gezeigt werden, wie sich eine Fahrt unter dem Einfluss diverser Drogen anfühlt und wie gefährlich die Entscheidung, high zu fahren, sein kann. Denn laut einer Statistik der US-Gesundheitsbehörde setzten sich im Jahr 2013 rund 10 Millionen Menschen beeinträchtigt hinter das Steuer eines Fahrzeugs. Zwischen 2005 und 2009 waren an 16 Prozent aller Unfälle in den Vereinigten Staaten Drogenlenker beteiligt.