Apokalyptische Bilder zeigen Ausmaß der Feuer

Im Amazonas-Regenwald toben verheerende Brände. Brasiliens Präsident Bolsonaro gibt Umweltschützern die Schuld an der Katastrophe.
Noch nie gab es im brasilianischen Regenwald so viele Feuer: Seit Januar nahmen die Brandrodungen im größten Land Südamerikas im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 83 Prozent zu, wie die Zeitung "Folha de S. Paulo" berichtete. Insgesamt wurden demnach 72.843 Brände registriert. Auf Satellitenbildern der Nasa sind die Rauchschwaden deutlich zu erkennen.

In den meisten Fällen waren Flächen in Privatbesitz betroffen; aber auch in Naturschutzgebieten und indigenen Ländereien brechen immer wieder Feuer aus. In einem Video (siehe oben) schildert eine indigene Frau, wie das Feuer ihre Lebensgrundlage zerstört. "Es war ihnen nicht genug, unseren Fluss zu töten, jetzt zünden sie unseren Wald an", sagt sie verzweifelt.

Wie Bilder auf Twitter zeigen, leiden zahlreiche Tiere unter der Katastrophe.

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"Kapitän Kettensäge"



Am Mittwochabend warf Jair Bolsonaro Umweltschützern vor, hinter den Waldbränden zu stecken. "Wir nehmen den Nichtregierungsorganisationen ihre Zuschüsse, wir haben die Überweisungen der Regierungsstellen eingestellt. Jetzt fehlt ihnen das Geld", sagte der brasilianische Präsident zu Reportern.

"Es kann also sein, dass diese Organisationen gegen mich persönlich und die brasilianische Regierung vorgehen. Das ist der Krieg, in dem wir uns befinden." Beweise für seine Behauptungen legte er nicht vor. Am Schluss machte er noch einen Witz: "Früher nannten sie mich Kapitän Kettensäge, jetzt bin ich Kaiser Nero, der den Amazonas in Brand setzt. Dabei ist es die Saison der Brandrodungen."

In den sozialen Medien werden zahlreiche Bilder unter #PrayfortheAmazon geteilt.











(red)

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