VARTA-Beschäftigte ohne Job

Apple kauft hier keine Batterien mehr – ganzes Werk zu

Apple wird ab Herbst keine Knopfzellen mehr von VARTA beziehen. Das bringt den schwäbischen Hersteller in erhebliche Schwierigkeiten.
Newsdesk Heute
19.05.2026, 12:22
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Der US-Technologiekonzern Apple hat kurzfristig angekündigt, ab Herbst 2026 keine Knopfzellen mehr beim schwäbischen Batteriehersteller VARTA zu bestellen. Für die VARTA-Fabrik im deutschen Nördlingen bedeutet das den Verlust einer wichtigen Geschäftsgrundlage.

Produktionsstandort in Gefahr

VARTA stellt die Coin-Power-Knopfzellen im Werk Nördlingen her. Diese Batterien wurden bisher vor allem in den kabellosen Ohrhörern von Apple verbaut. Durch die Entscheidung des US-Konzerns sind rund 350 Arbeitsplätze am Standort Nördlingen bedroht, auch in der Zentrale in Ellwangen werden Stellen wegfallen.

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Wie FAZ.net berichtet, hat sich Apple bei der neuen Produktreihe für günstigere asiatische Lieferanten entschieden. Im Umfeld von VARTA wird betont, dass der Preis ausschlaggebend war, während die Qualität demnach auf Augenhöhe oder sogar darüber gelegen habe.

VARTA vor großen Herausforderungen

VARTA will die nächsten Schritte laut eigenen Angaben gemeinsam mit dem Betriebsrat vorbereiten. Der Vorstandsvorsitzende Michael Ostermann betonte: „Die Entscheidung des Ankerkunden hat für den Standort Nördlingen sehr einschneidende Konsequenzen. Leidtragende sind allen voran unsere Mitarbeitenden vor Ort, die diese Entwicklung nicht zu vertreten haben.“

Schon in der Vergangenheit hatte die enge Abhängigkeit von Apple VARTA in Schwierigkeiten gebracht. Die Produktionskapazitäten für Coin-Power-Zellen wurden auf Drängen des US-Konzerns stark ausgebaut. Als Apple die Bestellungen reduzierte und auf andere Lieferanten setzte, blieb die Auslastung der Anlagen weit hinter den Erwartungen zurück.

Restliche Geschäftsbereiche stabil

Trotz der aktuellen Krise laufen die übrigen Geschäftsbereiche von VARTA laut Unternehmen zufriedenstellend. Besonders die Konsumentenbatterien und Batteriespeicher seien davon kaum betroffen. Ostermann, der seit Mai 2024 bei VARTA die Verantwortung trägt, setzt weiter auf die Entwicklung neuer Technologien im Bereich Lithium-Ionen-Batterien.

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