Apple repariert Geräte von Rauchern nicht

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Sie sind Raucher und Ihr iPhone, iPad oder Mac ist kaputtgegangen? Dann könnten Sie trotz Garantieanspruch auf ihrem Gerät sitzenbleiben. Apple verweigert nämlich die Reparatur von Geräten, die aus Raucherhaushalten stammen. Die Gesundheitsbedenken wegen Nikotinspuren seien zu groß.

Aktuell entbrennt dieses Thema wegen eines Falls in der Schweiz neu. Patricia K., Raucherin, brachte laut ihren defekten Mac in einen Apple-Store, um ihren Garantieanspruch zu nutzen und das Gerät reparieren zu lassen. Später bekam sie einen Anruf vom Apple-Kundendienst: Der Mac werde nicht repariert, weil er Nikotinspuren vorweise und diese die Gesundheit der Mitarbeiter gefährden würden.

"Espresso" holte eine offizielle Stellungnahme von Apple aus den USA ein - und tatsächlich: "Unsere offizielle Politik beinhaltet, dass Nikotin eine gefährliche Substanz ist und dass Produkte, die damit belastet sind, nicht sicher behandelt werden können, weil sie das Reparatur-Team einem möglichen Gesundheitsrisiko aussetzen", hieß es in der Rückmeldung.

Der Rückblick zeigt, dass dies, obwohl rechtlich fragwürdig, kein Einzelfall ist. Erfahrungsberichte gehen zurück bis ins Jahr 2009. Damals mehrten sich sprunghaft die Berichte über nicht reparierte Raucher-Geräte. Entgegen des nunmehrigen offiziellen Statements sprach Apple bisher aber immer von Einzelfällen und davon, dass der wahre Grund für das Nichtreparieren sei, dass die Geräte durch das Nikotin zu stark beschädigt worden seien.

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