Zu heiß zum Arbeiten – Jetzt kommt die Hitze-App

Es wird immer heißer in Österreich. Die Hitzewelle wird für viele die im Freien arbeiten gefährlich.
Es wird immer heißer in Österreich. Die Hitzewelle wird für viele die im Freien arbeiten gefährlich.iStock (Symbolbild)
Die extremen Hitzetage werden in Folge der Klimakrise mehr. Viele Menschen arbeiten auf Baustellen oder im Freien. Eine Hitze-App soll helfen.

Die ersten Betroffenen finden sich genau dort, wo Hitze und Bodenversiegelung einander treffen: auf der Baustelle. Die Situation wird sich nicht verbessern: Im Gegenteil, die Hitzetage werden mehr und die Situation für die Arbeiter und Arbeiterinnen dauerhaft unerträglicher. Immer heißere und längere Sommer erfordern auch in der österreichischen Arbeitswelt Anpassungen.

Hitzewelle da – bei diesen Anzeichen wird es gefährlich

Laut dem Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetz gibt es ab 32,5 Grad Celsius die Möglichkeit, auf Baustellen Hitzefrei zu gewähren. Richtwerte gelten nach der nächstgelegenen Messstelle der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Bis dato hatten dazu nur Arbeitgeber Zugang, was große Unsicherheit und Diskussionen unter den Beschäftigten verursachte. Das gehört dank der Hitze.App nun der Vergangenheit an.

Für Menschen, die im Freien arbeiten müssen, bedeuten so hohe Temperaturen eine extreme Gefahr. Die Klimakrise spitzt sich zu, deshalb wurde auch Global 2000 mit ins Boot geholt.

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"Heute hitzefrei oder arbeiten?"

Um bei den Beschäftigten am Bau ein höheres Bewusstsein und mehr Sicherheit für die Möglichkeit, Hitzefrei zu geben, zu schaffen, hat die Gewerkschaft Bau-Holz in Kooperation mit GLOBAL 2000 und dem Digitalisierungsfonds der Arbeiterkammer eine Hitze-App entwickelt.

Einfach am Handy installieren

Übers Handy wird eine "Echtzeit-Schnittstelle" zu der nächstgelegenen Messstelle der ZAMG hergestellt und ein Warnsignal auf die App übermittelt, sobald die 32,5 Grad Celsius erreicht wurden. Damit wissen alle Beschäftigten, ob die Möglichkeit auf Hitzefrei besteht.

"Die App wird hoffentlich stark genutzt werden! Jeder Tote oder gesundheitlich durch Hitze Beeinträchtigte, der damit verhindert werden kann, ist ein großer Erfolg!"

Anpassungen in den nächsten Jahren durch Klimakrise notwendig

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Die App soll ein Beitrag zu diesem wichtigen ersten Schritt sein. Gleichzeitig will man mit der App Menschen erreichen und für die Klimakrise sensibilisieren, auch die, die sich bislang vielleicht noch weniger mit den Gefahren der globalen Erwärmung beschäftigt haben.

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