Arbeiter hielten Manager mit Reifen als Geiseln fest

Verärgerte französische Fabriksarbeiter hielten zwei Manager des Reifenherstellers Goodyear für 29 Stunden als Geiseln fest. Sie versperrten die Türe des Konferenzraumes über einen Tag mit Autoreifen.


Die Geiselnahme der zwei Führungskräfte des US-Reifenherstellers passierte in einer französischen Fabrik und ist letztlich gewaltfrei zu Ende gegangen. Die von Mitarbeitern seit Montagvormittag festgehaltenen Manager wurden am Dienstag nach rund 29 Stunden wieder freigelassen.

Arbeitnehmervertreter kündigten dafür aber eine Besetzung des Werkgeländes im nordfranzösischen Amiens an. Es werde erst geräumt, wenn Goodyear höhere Abfertigungen zahle. Hintergrund des Protestes sind die Pläne von Goodyear, den Standort Amiens-Nord zu schließen. Rund 1.200 Mitarbeiter verlieren ihren Job.

Goodyear plant den Rückzug aus der Stadt bereits seit fünf Jahren, scheiterte jedoch bisher am Widerstand der Arbeiter.

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