Arbeitslosengeld laut Finanzminister zu hoch

Bild: Helmut Graf

Finanzminister Hans Jörg Schelling könnte sich vorstellen, ein dem deutschen Hartz-VI angelehntes Modell für heimische Arbeitslose anzuwenden. In einem Interview mit dem Standard gab er an, dass das Arbeitslosengeld in Österreich zu hoch sei.

Es sei in Österreich "schwer, Arbeitskräfte zu finden, weil das Arbeitslosengeld fast genauso hoch ist wie das Arbeitseinkommen. In Deutschland gibt es mit Hartz-IV ein Modell, das offenbar besser funktioniert", sagte Schelling im Interview.

Kritik an seiner Aussage hagelte von der SPÖ. Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid ließ in einer Aussendung wissen: "Es handelt sich hier um einen massiven Angriff auf ArbeitnehmerInnen und unser Sozialsystem".

Außerdem sprach er sich dafür aus, Sozialleistungen nach dem Einkommen zu staffeln. "Leistung muss belohnt werden, das ist nichts, was einem zusteht", so der ÖVP-Politiker. Mit einem Jahreseinkommen von 500.000 Euro brauche man keinen Anspruch auf eine Gratiszahnspange für sein Kind.

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