Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit wieder leicht gestiegen

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist im September "relativ stabil", so Arbeitsminister Martin Kocher.
Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist im September "relativ stabil", so Arbeitsminister Martin Kocher.Michael Indra / SEPA.Media / picturedesk.com; Ernst Weingartner / Weingartner-Foto / picturedesk.com
Nachdem die Arbeitslosigkeit konstatiert gesunken ist, ging sie nun wieder etwas nach oben. Der Abstand zu 2019 vergrößert sich aber.

Exakt eine Woche ist die Jubelmeldung her. "Erstmals seit Beginn der Krise unterschreitet die Arbeitslosigkeit das Niveau der Vergleichswoche von 2019, vor der Krise", freute sich Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP). "Dass heute erstmals, schneller als gedacht, wieder weniger Menschen arbeitslos sind, als vor der Krise, ist sehr erfreulich", resümierte auch Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Nun setzte es einen kleinen Rückschlag. Wie der Arbeitsminister am Dienstag bekanntgab, ist die Arbeitslosigkeit in Österreich zuletzt wieder leicht gestiegen. 336.182 Menschen sind derzeit ohne Job, vergangene Woche waren es 335.058. Eine "relativ stabile" Entwicklung, wie Kocher findet. Den Abstand zu 2019 konnte man damit aber auf 2.700 weniger Arbeitslose ausbauen.

Arbeitslosenversicherung Neu

267.900 sind beim AMS als arbeitslos gemeldet, 68.000 sind darüber hinaus in Schulungen – 1.000 mehr als noch in der Vorwoche. "Das ist zurückzuführen auf die Corona-Joboffensive und auf den Vollausbau des Programms Sprungbrett." Bei der Kurzarbeit gab es ebenfalls kaum eine Veränderung, bei den Voranmeldungen zeichnet sich jedoch ein leichtes Plus auf 63.000 ab.

Ernst wird es nun auch bei der "Arbeitslosenversicherung Neu". Hier haben die Gespräche mit 1. September gestartet, der Arbeitsminister hat sich dazu etwas Inspiration in Schweden geholt.

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