Burgenland

Archäologische Funde bei Arbeiten an der S4

Im Zuge von Arbeiten an der Mattersburger Schnellstraße wurden bei Bad Sauerbrunn Funde aus mehreren Epochen freigelegt.

Erich Wessely
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Archäologische Funde bei Arbeiten an der Mattersburger-Schnellstraße
Archäologische Funde bei Arbeiten an der Mattersburger-Schnellstraße
Asfinag

Im Zuge des geplanten Sicherheitsausbaus an der S4 Mattersburger Schnellstraße ist man auf archäologische Funde gestoßen. Diese würden bestätigen, dass die Gegend bei Bad Sauerbrunn zu den ältesten fix besiedelten Regionen in Mitteleuropa zählt, teilte die Asfinag am Montag mit. Funde aus mehreren Epochen bis in das Ende des 10. Jahrhunderts wurden bereits freigelegt.

Funde über 9.000 Jahre alt

Seit Beginn der Ausgrabungen wurden 40 Prozent der archäologischen "Verdachtsfälle" vom Oberboden befreit und mehr als 3.000 archäologische Einzelbefunde erstellt. Laut Experten sind die Funde mehr als 9.000 Jahre alt. "Sie reichen vom frühen Neolithikum über die späte Eiszeit sowie der provinzialrömischen Besiedlung und setzen sich fort bis in die Zeit des Mittelalters", so der örtliche Grabungsleiter Kurt Fiebig.

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    Asfinag

    "Die ältesten Funde sind unter anderem Langhäuser aus neolithischer Zeit. Als bis dato jüngstes Artefakt haben wir einen Backofen freigelegt, den wir auf Grund der Begleitfunde zwischen das ausgehende neunte Jahrhundert und das Ende des 10. Jahrhunderts datieren", erklärte Fiebig weiter. Alle beweglichen Funde werden sortiert, gesäubert und zusammengesetzt, wie Keramikbruchstücke und Steinwerkzeuge.

    Untersuchungen laufen

    Durchgeführt werden die Grabungen als Vorbereitung für den kommenden Sicherheitsausbau der S4 zwischen Mattersburg und Wiener Neustadt. "Für uns ist wichtig, dass solche Zeugnisse der menschlichen Kultur erhalten bleiben", erklärte dazu Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH. Im burgenländischen Teil des Projektgebiets der S4 wurden in Summe 19 und im niederösterreichischen Teil acht Verdachtsflächen identifiziert, die nun bis Ende 2021 untersucht werden.

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