Armin Laschet verrät im TV, ob er schon mal gekifft hat

Er galt als Kronfavorit auf die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel.
Er galt als Kronfavorit auf die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel.Federico Gambarini / dpa / picturedesk.com
In genau zehn Tagen steht in Deutschland die Bundestagswahl auf dem Programm. Der Wahlkampf ist in vollem Gang.

Er galt als Kronfavorit auf die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel. Doch mittlerweile sieht es nicht mehr so rosig aus für Armin Laschet. In einer Umfrage liegt die Union hinter der SPD mit Kandidat Olaf Scholz. Auch nach dem Triell vom letzten Sonntag fanden ihn nach einer ARD-Umfrage nur 27 Prozent der Zuschauer am überzeugendsten, wie die "FAZ" schreibt.

Am Mittwoch hat sich der Kanzlerkandidat der CDU den Fragen von ausgewählten Zuschauern und Zuschauerinnen gestellt. Gleich zu Beginn wollte eine 17-jährige Schülerin, welche für eine Schülerzeitung arbeitet, von Laschet wissen, ob er für die Legalisierung von Cannabis sei und ob er selbst schon einmal gekifft habe.

Der Kanzlerkandidat ging zunächst auf ihre Tätigkeit bei der Schülerzeitung ein, um eine persönliche Ebene zu schaffen. Er finde Schülerzeitungen "stark", meinte Laschet. Denen gebe er immer gerne Interviews. Danach beantwortete Laschet die Frage der Schülerin: 

"Selbstverständlich habe ich noch nie gekifft."

Doch er verstehe, warum manche eine Legalisierung fordern. Er kenne aber aus seinem Familienkreis Menschen, die über leichte Drogen in die schwere Abhängigkeit abgerutscht seien. "Deshalb halte ich Cannabis zu legalisieren für falsch." So versuchte Laschet in der ARD-Wahlarena sich volksnah zu geben und ein Gespräch auf der emotionalen Schiene zu fahren.

Nicht immer souverän bei heiklen Fragen

Jedoch wollte ihm dies nicht immer gelingen. So wollte eine Sozialarbeiterin von Laschet wissen, warum es noch keinen Rechtsanspruch auf einen Frauenhausplatz gebe. "Was sie da leisten, ist beeindruckend", so der Kanzlerkandidat. Darauf entgegnete die Frau: "Das weiß ich selbst!"

Laschet ließ sich davon aber nicht beirren und fuhr fort: "Ich war Frauenminister, in NRW haben wir die höchste Frauenhausdichte." Die Sozialarbeiterin unterbrach Laschet und sagte: 

"Ich will nichts über die Vergangenheit hören, sondern was Sie in Zukunft tun werden."

Auch bei Fragen zur Klimapolitik wurde es etwas ungemütlich. Eine 16-jährige Fridays-for-Future-Aktivistin bezeichnete Laschets Politik als "Katastrophe". Wie "Bild"-Recherchen zeigen, wurde die Aktivistin vorher gezielt auf die Talkshow vorbereitet. Dies von der als vom Hamburger Verfassungsschutz linksextremistisch eingestuften Emily Laquer.

Trotz den zum Teil heiklen Fragen, in denen Laschet nicht immer stilsicher wirkte, schien ihm das TV-Format mit Bürgergesprächen besser zu passen, als der direkte Austausch mit seinen Kanzler-Kontrahenten.

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