Die letzte ORF-Diskussion der Bundespräsidenten schlug vor allem wegen einem Vorfall hohe Wellen: Eine schlecht recherchierte Frage Ingrid Thurnhers und die empörte Reaktion von Hofburg-Kandidat Norbert Hofer. Nun nimmt ZIB-Moderator Armin Wolf die Schuld auf sich, der Redakteursrat steht geschlossen hinter Thurnher.
Die ). Nun nimmt ZIB-Moderator Armin Wolf die Schuld auf sich, der Redakteursrat steht geschlossen hinter Thurnher.
Zur Erinnerung: Während des letzten TV-Duells der konfrontierte Moderatorin Ingrid Thurnher Norbert Hofer mit einer Frage zu seiner Israel-Reise. Hofers Version der Geschichte, dass eine bewaffnete Frau vor seinen Augen erschossen wurde, stimmte laut ORF-Recherchen nicht. Später stellte sich heraus: Auch der ORF hat schlampig recherchiert.
"Eine der besten Moderatorinnen im ORF"
Ein Shitstorm gegen Ingrid Thurnher auf Facebook war die Folge. Auf der Seite von Norbert Hofer wünschte man ihr indirekt eine Vergewaltigung. Per Presseaussendung stellte sich der ORF Redakteursrat geschlossen hinter Thurnher, "eine der besten Moderatorinnen im ORF".
Der FPÖ warfen die Redakteure vor, die Funktion von Journalismus nicht verstanden zu haben. Es sei die Pflicht von Journalisten, Aussagen von Politikern zu hinterfragen. Die Verächtlichmachungen und Unterstellungen, die es seitens der FPÖ für Thurnher gab, seien "einer Parlamentspartei unwürdig".
Wolf ist schuld
Auch ZIB-Moderator Armin Wolf schaltete sich ein. Per Facebook-Posting stellte er klar: Nicht Thurnher verdient Beschimpfungen, sondern er. Die Beschimpfungen gegen Thurnher seien "wirklich zum Kotzen".
Er sei derjenige gewesen, der die Sache recherchiert hat. "Aber wenn schon wer jemanden wegen der Tempelberg-Kontroverse beschimpfen will, dann beschimpfen Sie bitte mich.", schreibt er auf Facebook.