"Armutszeugnis!" Kuh zu erschießen war nicht nötig

Cobra-Cops töten eine entlaufene Kuh. Das Tier "regelrecht hinzurichten", sei ein "Armutszeugnis" für die Beamten, kritisiert Vier Pfoten.

Eine entlaufen Kuh, die geschlachtet hätte werden sollen, löste in Matrei am Brenner (Tirol) einen Cobra-Einsatz aus. Mit Hubschrauber und scharfer Munition wurde Jagd auf die panische Kuh gemacht, die offenbar nicht beim Schlachter landen wollte. Im Endeffekt erschossen Polizeibeamte aus der Ferne mit mehreren Schüssen. "Heute"-Leser filmten mit.

"Da ist in jeder Hinsicht gewaltig etwas schiefgegangen von Seiten der Polizei"

, Martina Pluda, Kampagnenleiterin Vier Pfoten.

Sind ja nicht im Wilden Westen

Tierfreunde fragen sich, war das wirklich nötig? Nein war es nicht, meint die Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Kampagnenleiterin Martina Pluda kritisiert die gewaltsame Aktion mit einem offenen Statement scharf.

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„Seit wann müssen wir in Österreich solche Wildwest-Methoden anwenden? Es ist ein Armutszeugnis, dass sich die Beamten nicht anders zu helfen wissen als ein Tier, das offensichtlich in Panik, aber weit weg und daher nicht gefährlich war, mit acht Schüssen regelrecht hinzurichten. Es fehlt hier jedes Augenmaß!", ärgert sich Pluda über den gewaltsamen Einsatz in einem aktuellen Statement.

Normalerweise würden in so einem Fall Tierärzte oder erfahrene Mitarbeiter der Jägerschaft herangezogen, die das Tier betäuben, erklärt die Vier-Pfoten-Kampagnenleiterin.

"Nach dieser Aktion dann auch noch von einem „aggressiven" Tier zu sprechen, setzt dem Ganzen die Krone auf."

, so Pluda abschließend.

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