Corona-Flugblatt – jetzt droht Arzt Disziplinar-Strafe

Ärztekammer-Chef Thomas Szekeres empört.
Ärztekammer-Chef Thomas Szekeres empört.Denise Auer
Ein Steirischer Allgemeinmediziner sorgt mit einem Corona-Flugblatt für Empörung – nun drohen ihm Strafen. 

Der Fürstenfelder Allgemeinmediziner Franz Gradnig hat eine eigene Sicht der Corona-Pandemie. Masken würden schaden, verkündet der Arzt auf einem Flugblatt. Die Lunge würde nicht ausreichend "belüftet", Sauerstoff werde knapp, Maskenträger hätten mehr Kohlendioxid im Blut, schreibt der Steirer.

Mit diesem Flugblatt sorgte der Steirer Arzt Franz Gradnig für Empörung.
Mit diesem Flugblatt sorgte der Steirer Arzt Franz Gradnig für Empörung.Screenshot

Es handelt sich um keinen Einzelfall

Er ist kein Einzelfall, im Internet werden solche faktenwidrigen Ansichten immer öfter verbreitet. Thomas Szekeres, Präsident der Ärztekammer, ist über die Aussagen seines Standeskollegen jedenfalls empört. "Dieses Flugblatt gebe ich dem Disziplinaranwalt der Kammer." Zwar gebe es "Tausende Ärzte mit Tausenden Meinungen", solche Flugblätter will sich Szekeres aber nicht bieten lassen.

Dem Arzt drohen nun Strafen

Erkennt der Disziplinaranwalt der Ärztekammer ein "gefährdendes Verhalten" des steirischen Mediziners, drohen Gradnik empfindliche Geldstrafen. Wird eine "grobe Gefährdung der Allgemeinheit" bejaht, kann sogar die Zulassung entzogen werden.

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