Oberösterreich

Arzt erklärt, warum wir gerade so schlecht drauf sind

Kalt und Finster. Der Winter drückt auf die Stimmung. Aber warum ist das so? Wolfram Hötzenecker, Primar am Linzer KUK, gibt Antwort.
Claudia Ruzmarinovic
06.01.2021, 16:36

Man hört es im Winter viel zu häufig. Viele kommen nur schwer aus dem Bett, sind häufig müde, unmotiviert und verstimmt - einfach schlecht drauf. Ein häufiger Grund dafür: Vitamin D3 Mangel, weiß auch Wolfram Hötzenecker. Der 42-Jährige ist Primar und Leitender Arzt am Linzer Kepler Universitätsklinikum.

"Vitamin D3-Mangel steht bei Depressionen in Verdacht ein Auslöser zu sein", erklärt der Linzer im "Heute"-Gespräch. Einem Mangel kann man allerdings gut entgegenwirken und zwar mit Tropfen. Die Einnahme kann je nach Bedarf ein Mal täglich oder ein Mal pro Woche erfolgen.

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"Die Dosierung legt der Arzt fest. Ich rate, Tropfen in der Apotheke zu kaufen. Im Internet läuft man gerne Gefahr, auf günstige aber qualitativ schlechtere Produkte reinzufallen", so der Primar. Wobei man auch mit der Ernährung gut gegensteuern kann, sagt er. "Fette aus Fischen wie Lachs und Makrelen, Margarine, Eigelb und auch Champignons können helfen den Vitamin D3 Spiegel anzuheben." 

Auch Eisenmangel und Schilddrüse mögliche Auslöser

Macht es zur Vorbeugung Sinn, den Vitamin D Spiegel regelmäßig zu messen? "Bei Personen ab 50, die generell leicht zu Verstimmungen neigen, würde ich anraten, einmal im Jahr eine Blutabnahme beim Hausarzt machen zu lassen, ja. Auch bei Personen, die unter häufig auftretenden Stimmungsschwankungen leiden macht das Sinn", so Hötzenecker.

Aber nicht nur ein Mangel an Vitamin D3 kann schuld sein, dass wir uns müde und matt fühlen. Bei chronischer Müdigkeit können auch Eisenmangel oder Probleme mit der Schilddrüse ein Auslöser sein.

"Wenn Verstimmungen länger andauern, man sonst gesund ist und keine Medikamente nimmt, sollten weitere mögliche Schritte mit dem Hausarzt abgeklärt werden. Der wird ein Anamnesegespräch führen und gegebenenfalls dazu raten den Vitamin D3-Status anzuschauen", sagt Hötzenecker.

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