Coronavirus

Arzt rechnet mit 4. Welle: "Kanzler agiert fahrlässig"

Der Arzt und Geschäftsführer vom Labor "Lifebrain" Michael Havel kritisiert den Kanzler im Umgang mit der Pandemie scharf.

Heute Redaktion
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Michael Havel
Michael Havel
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Seit März gibt es in Wien mit dem Projekt "Alles Gurgelt" die Möglichkeit, kostenlose PCR-Tests durchzuführen. Mittlerweile wurden bislang vier Millionen Proben in der Klinik Penzing ausgewertet. Das Labor Lifebrain ist auf rund 400.000 pro Tag ausgelegt.

Der 67-jährige Wiener Michael Havel ist Geschäftsführer des Labors. 40 Millionen wurden investiert, um mitzuhelfen, die Pandemie einzudämmen, wie er im "Wien Heute"-Interview erklärte.

"Viren werden aggressiver"

Die Kapazitäten werden sogar ausgebaut, damit bald 500.000 Tests pro Tag ausgewertet werden können. Der ehemalige Herzchirurg ist überzeugt davon, dass uns im Herbst eine vierte Welle erwartet.

"Man muss damit rechnen, dass diese Pandemie nicht verschwunden ist, die Viren werden aggressiver. Es dauert noch einige Monate bzw. mindesteins ein Jahr bis die Impfrate in Österreich so hoch ist, dass weniger Tests benötigt werden", betonte Havel. Er glaubt, dass im Herbst ein besonders großer Bedarf entsteht.

Weiters kritisierte er das Vorgehen von Kanzler Sebastian Kurz, der einen "Sommer wie damals" ausrief und die Pandemie für beendet erklärte: "Ich bin kein Virologe, aber ein Arzt und ich finde diese Äußerung des Kanzler fahrlässig."

"Kein Sommer wie damals"

Ohne Maske alles machen zu dürfen oder alle Clubs ohne Einschränkungen zu öffnen, sei laut dem Mediziner der falsche Weg. Auch das Statement "Ein Sommer wie damals" würde er niemals unterschrieben. "Bei Bildern von der EM kriege ich Schüttelforst. So viele Menschen, die aus unterschiedlichen Ländern eng zusammentreffen und dann das Virus in die Heimat tragen", so Havel.

Die Delta-Variante wurde laut dem Arzt bei zwei Drittel der Sequenzierungen im Labor entdeckt.

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    Picturedesk, privat (Montage: "Heute")