Ärzte-Chef: "Kur ist kein Urlaubsersatz"

Bild: Gregor Zeitler
Der Streit rund eine angedachte Reform zu Kur-Aufenthalten in Österreich eskaliert. Nachdem Hauptverband-Chef McDonald laut über ein neues Modell nachgedacht hat, wendet sich Ärztekammer-Präsident Wechselberger gegen Pauschalverdächtigungen, wonach Kuren ein Urlaubsersatz seien.
Der Streit rund eine angedachte Reform zu Kur-Aufenthalten in Österreich eskaliert. Nachdem , wendet sich Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger scharf gegen Pauschalverdächtigungen, wonach Kuren ein Urlaubsersatz seien.

"Die Spardiskussion ist der falsche Ansatz", die Kur gehöre gestärkt, so Wechselberger am Freitag. Pauschalverdächtigungen seien unfair allen gegenüber, die die Kur gerechtfertigt in Anspruch nehmen.

Aus der eigenen Praxis wisse er, dass viele abgenommen oder mit dem Rauchen aufgehört hätten. Wechselberger will vielmehr ein erweitertes Kur-Angebot. Sparen bei der Gesundheitsvorsorge wäre hingegen falsch.

McDonald beklagte im "profil"-Interview, dass die Österreicher kaum bereit seien, für ihre Gesundheit etwas zu tun: "Wir haben eine sehr ausgeprägte Vollkasko-Mentalität. Mit Gesundheit wird schlechter umgegangen als mit einem Auto. Viele wollen quasi in die Werkstatt fahren und repariert wieder herauskommen – nach dem Motto: Ich muss nicht auf meine Gesundheit schauen, der Staat oder die Sozialversicherung wird es schon für mich richten."

 
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