Ärztekammer fordert totales Rauchverbot in Lokalen

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Für Wiens Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres ist ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie "aktueller denn je". Denn seit neun Jahren sind unsere Jugendliche beim Rauchverhalten negatives Schlusslicht in Europa. Fast 30 Prozent der 15-jährigen Mädchen rauchen zumindest einmal pro Woche!

"aktueller denn je". Denn seit neun Jahren sind unsere Jugendliche beim Rauchverhalten negatives Schlusslicht in Europa. Fast 30 Prozent der 15-jährigen Mädchen rauchen zumindest einmal pro Woche!

Weder Hinweise auf Zigarettenpackungen, noch die Verteuerung von Tabakpreisen hätten dazu beigetragen, den Österreichern Rauchen abzugewöhnen. Szekeres fordert eine entsprechende Gesundheitserziehung in Kindergärten und Schulen.

 

Zigaretten immer noch zu billig

Im Vergleich zu Irland oder den skandinavischen Ländern sind die Tabakwaren in Österreich zudem auch noch viel günstiger. Szekeres: "Damit ist es kein Wunder, dass unser Land Schlusslicht beim Nichtraucherschutz in Europa ist. Schließlich wird hierzulande Rauchen als Volkssport abgetan und die gesundheitliche Gefahr, nicht nur für Raucher, sondern insbesondere für die Nichtraucher, in den Hintergrund geschoben."

Generelles Rauchverbot gefordert

Dass die Zahlen für die Politik nicht Grund sei, ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie einzuführen, sei schockierend. Das derzeitige Gesetz betrachtet Szekeres als "nicht ausreichend, um den Präventionsgedanken auch wirklich zu leben und vor allem die hohe Zahl an jugendlichen Rauchern zu minimieren".

Zwar wurden im Rahmen der aktuellen Gesundheitsreform Mehrausgaben für die Prävention in Höhe von 15 Mio. Euro jährlich beschlossen: "Das sind lediglich 0,05 Prozent der Gesundheitsausgaben, was bedeutet, dass wir weiterhin viel zu wenig für Präventionsprogramme ausgeben", ist Szekeres überzeugt.

Eine internationale Studie in 33 Regionen hätte herausgefunden, dass es zu umso stärkeren Rückgängen der Spitalsaufnahmen kam, je weniger Ausnahmen das gesetzliche Rauchverbot zuließ. Im Schnitt nahmen nach dem Rauchverbot hospitalisierte Herzinfarkte um 15 Prozent ab, Schlaganfälle um 16 Prozent und Lungenkrankheiten um 24 Prozent.

 

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