Droht nun die Kündigungswelle im Winter-Tourismus?

Christine Aschbacher
Christine Aschbacherpicturedesk.com
Die Corona-Krise hat den Arbeitsmarkt fest im Griff. Arbeitsministerin Aschbacher hofft, dass zumindest Tagesausflüge in Skigebieten möglich sind.

Fast 450.000 Personen waren vergangene Woche arbeitslos, rund 219.000 Menschen befinden sich derzeit in Kurzarbeit Mehr als 1,8 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren heuer zu irgendeinem Zeitpunkt von diesem Modell in der Krise betroffen.

7,6 Milliarden wurden von der Regierung im Kampf gegen Arbeitslosigkeit investiert. Wer seinen Job behalten konnte, arbeitet aktuell meist im Home Office weiter. Klare Regeln gibt es dafür aber immer noch nicht. Vor der Corona-Pandemie haben nur rund fünf Prozent von zu Hause aus gearbeitet. Im Frühjahr waren es 40 Prozent.

Home Office Regeln erst im März

Viele würden sich mit Problemen an die AK wenden, wenn etwa der Chef keinen Laptop zur Verfügung stellt. Eine Home-Office-Regelung soll im März kommen. Dies sorgte bereits im Herbst für viel Kritik, da hier der schwerste Teil der Pandemie bereits überstanden sei.

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Arbeitsministerin Christine Aschbacher verwies in der "ZiB2" darauf, dass alle Personen, die im Home Office arbeiten, unfallversichert sind und auch eine Aufwandsentschädigung zur Pendlerpauschale bekommen. "Die Sozialpartner sind jetzt gefragt, auf eine Einigung zu kommen. Wir werden uns im Dezember nochmal zusammensetzen", so die ÖVP-Politikerin. In Österreich gibt es zudem keinen Rechtsanspruch auf Home Office.

Tagesauflüge im Ski-Tourismus erlauben

Weiters sprach Aschbacher über den Winter-Tourismus. Hier ist vor wenigen Tagen in Europa ein Streit über die Öffnung der Skigebiete entbrannt. "Wir müssen abwägen, wie viele Gäste kommen können. Manche Österreicher wollen nur tageweise Skifahren gehen. Es geht um viele Arbeitsplätze. Für unser Land ist der Winter-Tourismus ein wichtiger Faktor", so die Ministerin.

Viele fürchten bereits eine Kündigungswelle in den österreichischen Tourismusorten. Aschbacher verwies einmal mehr auf die Kurzarbeit, um Arbeitsplätze zu sichern und Kündigungen zu verhindern.

Après Ski erst in einem Jahr

Zudem erhalten Betriebe, die vom Lockdown betroffen sind, Entschädigungen. "Der Winter-Tourismus wird heuer nicht gleich ablaufen, wie in den letzten Jahren, aber vielleicht ist es möglich, dass wir Tagesausflüge erlauben."

Après Ski wird es frühestens in einem Jahr geben. Ob die Lokale diese lange Zeit überbrücken können bleibt fraglich. "Die Corona-Kurzarbeit steht bis Ende März zur Verfügung. Jetzt geht es darum, das Virus einzudämmen", betonte Aschbacher.

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