Assad verteilt Ratschläge zur Flüchtlingskrise

In einem 25-minütigem Interview mit dem deutschen TV-Sender "ARD" sprach Thomas Aders mit einem der umstrittensten Machthaber der Welt, Syriens Präsident Baschar al-Assad, über den Kreig in seinem Land, die daraus resultierende Flüchtlingskrise, seine wenigen Unterstützer und die aktuelle Waffenruhe.

In einem 25-minütigem Interview mit dem deutschen TV-Sender "ARD" sprach Thomas Aders mit einem der umstrittensten Machthaber der Welt, Syriens Präsident Baschar al-Assad, über den Kreig in seinem Land, die daraus resultierende Flüchtlingskrise, seine wenigen Unterstützer und die aktuelle Waffenruhe.

Assad bezeichnet die Kampfhandlungen, die seit fünf Jahren Syrien zerstören, nicht als Bürgerkrieg. Er sieht alle Gegner als "Terroristen". So weit hat sich nichts geändert. Schuld an der humanitären Katastrophe, die derzeit in seinem Land herrscht, will er nicht sein.

Brüchige Waffenruhe als "Hoffnungsschimmer"

Die gerade erst zustande gekommene Waffenruhe im Land sieht er als "Hoffnungsschimmer". Der Interviewer fragte, was denn Assad für den Erhalt dieser Feuerpause tue. Assads Antwort: Obwohl die Terroristen die Waffenruhe von Anfang an ignorieren würden, verzichte die syrische Armee auf Vergeltung. Mehr könne man nicht machen.

Rat für Deutschland

Während dem Gespräch wurde auch die Flüchtlingskrise thematisiert. Assad fände es aus humanitärer Sicht natürlich gut, dass Länder Menschen aufnehmen, die ihr Land aufgrund der herrschenden Not verlassen. "Aber", fügte er hinzu, "Wäre es nicht noch humanitärer, diesen Menschen einen Verbleib in ihrem Land zu ermöglichen?"

Eine "klügere und vorsichtigere Politik im Hinblick auf den Syrien-Konflikt" würde Deutschland und dem Rest der Welt billiger kommen, rät er. Und dazu müsse man gegen den Terrorismus vorgehen. Was auch immer das aus der Sicht von Assad bedeutet.

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