In der Nähe der französischen Küstenstadt La Baule sind am Freitagnachmittag zwei Menschen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Unter den Opfern befindet sich Claude Guillemot, 69-jähriger Mitgründer des Videospielunternehmens Ubisoft.
Guillemot war als leidenschaftlicher Pilot unterwegs, als seine zweimotorige Cessna 421 gegen 17.50 Uhr auf einem Weizenfeld nahe dem Flugplatz von La Baule abstürzte.
Die Maschine war zuvor in Rennes gestartet; Ziel war eine Flugveranstaltung mit mehr als hundert teilnehmenden Flugzeugen. Neben Guillemot befand sich auch ein Fluglehrer an Bord, weitere Passagiere gab es laut Berichten nicht.
Wie die "Bild" berichtet, ereignete sich das Unglück laut französischen Medienquellen im Landeanflug. Die Zeitung Le Figaro schreibt, dass sich das Flugzeug zwar nahe der Landebahn befand, jedoch abseits der regulären Anfluglinie.
Der Bürgermeister von La Baule, Franck Louvrier, erklärte, Zeugen hätten beobachtet, wie die Maschine eine Kurve flog, bevor sie abstürzte. Rettungskräfte trafen rasch am Unfallort ein, doch für die beiden Insassen kam jede Hilfe zu spät.
Guillemot gründete 1986 gemeinsam mit seinen vier Brüdern in der Bretagne das Unternehmen Ubisoft.
Die Firma entwickelte sich zu einem der größten Videospiel-Publisher weltweit und erschuf bekannte Reihen wie "Assassin’s Creed", "Far Cry", "Prince Of Persia" oder "Raving Rabbids". Guillemot war Mitglied des Verwaltungsrats und seit 2017 als stellvertretender CEO für das operative Geschäft verantwortlich.