AstraZeneca-Vakzin wird in Wien erst ab März verimpft

Eine Ampulle des Corona-Impfstoffes des Herstellers AstraZeneca
Eine Ampulle des Corona-Impfstoffes des Herstellers AstraZenecaRob Welham / Camera Press / picturedesk.com
Der Pharmakonzern kämpft mit Lieferproblemen, die Österreichs Impfplänen einen St(r)ich durch die Rechnung machen. In Wien hat man vorgesorgt.

Die türkis-grüne Bundesregierung wird ihre Impfstrategie wohl gründlich überarbeiten müssen. Grund ist, dass der schwedisch-britische Hersteller AstraZeneca, dessen Vakzin kurz vor seiner EU-Zulassung steht, nur viel weniger Impfdosen als zuvor zugesagt ausliefern wird können.

Anstatt 650.000 werden im Februar vermutlich nur etwa 340.000 Impfdosen Österreich erreichen. Hier wird das Mittel bereits sehnlichst erwartet, denn nicht nur ist es billiger als der bisher verimpfte Biontech/Pfizer-Wirkstoff, sondern auch noch weitaus leichter in der Handhabung. 

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Im Gegensatz zum Bund muss man in Wien nicht alle Impfpläne über den Haufen werfen. In Wien hatte man den Einsatz des AstraZeneca-Vakzins erst ab März vorgesehen. Deshalb hätten die aktuellen Lieferprobleme wohl keine Auswirkungen auf die Hauptstadt wie es gegenüber dem ORF aus dem Büro des zuständigen Gesundheitsstadtrates Peter Hacker (SPÖ) hieß. 

Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ)
Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ)GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com

Für Arztpraxen bestimmt

In Wien habe man sich von Anfang an darauf verständigt, den Impfplan je nach Verfügbarkeit der Mittel in jeder Kalenderwoche laufend zu adaptieren. Nach dem derzeitigen Plan wolle man bis März rund 108.000 Menschen mit der ersten Teilimpfung versorgen.

Gesetzt der Zulassung und Verfügbarkeit des AstraZeneca-Mittels werde man diese Zahl aber dementsprechend korrigieren. Kommt der Impfstoff aber auch im März nicht in ausreichender Menge daher, muss auch in Wien umgeschichtet werden. Denn der bisherige Impfplan hätte AstraZeneca-Impfungen in den Praxen der niedergelassenen Ärzten vorgesehen. 

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