Das erwartet sich Anschober von neuen Maßnahmen

Rudolf Anschober
Rudolf AnschoberTobias Steinmaurer / picturedesk.com
Seit Montag gelten in Österreich verschärfte Maßnahmen. Rudolf Anschober erklärte in einem Interview, wie weit die Zahlen nun sinken müssen.

Seit Montag gilt im Handel und in den öffentlichen Verkehrsmitteln eine FFP2-Maskenpflicht. Zudem wurde der Mindestabstand auf zwei Meter ausgeweitet. Wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober im Interview mit "Puls24" betonte, erwarte er sich dadurch nochmal eine deutliche Reduktion der Zahlen: "Jeder einzelne muss jetzt seinen Beitrag leisten", meinte der Gesundheitsminister.

Die Bundesregierung berät am Montag über die aktuelle Corona-Lage in Österreich. Entscheidungen über eine mögliche Verlängerung des Lockdowns über den 7. Februar hinaus sind bei den Gesprächen mit Experten, den Landeshauptleuten und der Opposition aber nicht geplant.

Reduktion auf 700 bis 800 Neuinfektionen pro Tag als Ziel

Laut Anschober müssen die Neuinfektionen auf 700 bis 800 Neuinfektionen pro Tag sinken, um Öffnungsschritte setzen zu können. "Wir benötigen eine 7-Tages-Inzidenz weit unter 100, um den Lockdown zu beenden. Der Reproduktionsfaktor soll dabei bei unter 0,9 liegen", so Anschober.

Bei den Gesprächen mit den Landeshauptleuten will die Bundesregierung dabei auch evaluieren, wie gut der dritte Lockdown regional von der Bevölkerung umgesetzt wird. Der Gesundheitsminister sieht im Gespräch mit dem TV-Sender in diesem Punkt nämlich auch Schwächen im Lockdown, "die es zu analysieren gilt".

Ansteckungen in Skigebieten?

"Dazu gehört auch festzustellen, ob es in Skigebieten zu einer erhöhten Anzahl von Infektionen gekommen ist", erklärt Anschober weiter. Bislang gebe es dazu aber noch keine Ergebnisse.

Mobilfunkdaten zeigen, dass viel mehr Menschen unterwegs sind, als noch im ersten Lockdown im Frühjahr, "Heute" berichtete. Die Regierung werde auch diese Daten genauer analysieren, so Anschober. So sind etwa viel weniger Menschen derzeit im Home Office als im Vergleich zum Frühjahr.

Im Gespräch verteidigt der Gesundheitsminister zudem die Impfstrategie in Österreich. Innerhalb der Bevölkerung bestehe aber noch großer Informationsbedarf. Vormerkungen zu den Impfungen gibt es fast in allen Bundesländern.

"Die Bundesländer sind zuständig für die konkrete Umsetzung der Impfung, dazu gehört auch das Anmeldesystem", erklärte Anschober. Hausärzte können laut dem Minister in der Phase zwei Impfungen in ihrer Praxis durchführen. Anschober verwies zudem auf die Impf-Hotline, bei der pro Woche 30.000 bis 40.000 Menschen anrufen. "Spezialisierte Mitarbeiter beantworten hier alle Fragen zur Impfung", so der grüne Politiker.

Der Impfstoff von AstraZeneca soll ab 7. Februar in Österreich verfügbar sein. Anschober geht von der Zulassung aus. Diese soll am Freitag fixiert werden. Die Liefermenge wird aber deutlich reduziert.

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