Asyl: Unterbringung übers Wochenende ist gesichert

Bild: T.Lenger MONATSREVUE

Das Innenministerium hat sich am Samstag "vorsichtig optimistisch" gezeigt, dass die in den vergangenen Tagen geschaffenen Kapazitäten in den Bundesbetreuungsstellen ausreichen werden. Zuletzt sei die Zahl der Asylanträge im Vergleich zu den Juli-Daten unterdurchschnittlich gewesen, erklärte Sprecher Karl-Heinz Grundböck. Für Aufregung sorgten indes die Pläne einer möglichen Unterbringung in der oberösterreichischen Gemeinde Gallspach.

ausreichen werden. Zuletzt sei die Zahl der Asylanträge im Vergleich zu den Juli-Daten unterdurchschnittlich gewesen, erklärte Sprecher Karl-Heinz Grundböck. Für Aufregung sorgten indes die Pläne einer möglichen Unterbringung in der oberösterreichischen Gemeinde Gallspach.

Das Innenressort habe sich auf das Wochenende vorbereitet, indem die Betreuungsstellen des Bundes - - auf eine mögliche Maximalbelastung ausgerichtet wurden. Diese Maßnahme umfasst etwa auch Notbetten in Speisesälen, hieß es. Mit Stand Samstagmittag waren von den 200 Plätzen noch 140 frei, das heißt, einschließlich Montag könnte man noch so viele Personen aufnehmen, ohne Notquartiere außerhalb der Bundesbetreuungsstellen aktivieren zu müssen.

Diese Notquartiere sind zunächst etwa in Turnsälen auf Liegenschaften des Innenressorts vorgesehen. Erst als letzte Konsequenz sei die Unterbringung in Zelten angedacht. Man befinde sich zwar diesbezüglich im Gespräch mit dem Roten Kreuz, dabei handle es sich aber nur um die letzte Alternative, wurde einmal mehr betont.

"Derzeit sind wir aufgrund der unterdurchschnittlichen Antragszahlen vorsichtig optimistisch", verwies Grundböck auf die jüngsten Zahlen: Während im Juli im Durchschnitt täglich 70 Asylanträge gestellt wurden, waren es am Freitag 50 und am Tag davor 45. "Das entspannt die Situation geringfügig", so der Ressortsprecher.

Bürgermeister ist erzürnt

In Gallspach gibt es seit 2012 eine Unterkunft und Bürgermeister Siegfried Straßl (SPÖ) erklärte in einem Bericht des ORF Oberösterreich, es sei damals ausgemacht worden, dass es keine weiteren Quartiere in der Gemeinde geben werde. Offenbar "über Nacht" wurde nun jedoch ein weiteres Hotel zu einem Flüchtlingsheim umfunktioniert. Straßl zeigte sich über die Vorgangsweise "völlig überrascht" und uninformiert und sieht durch noch mehr Quartiere den sozialen Frieden in der Ortschaft gefährdet.

 

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