Asylanträge um mehr als die Hälfte gesunken

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SymbolbildBild: Reuters

Im ersten Quartal 2017 ist die Zahl der Asylanträge im Vergleich zu 2016 um mehr als die Hälfte gesunken. 6.480 Flüchtlinge suchten an - die meisten davon Syrer.

Die vorläufigen Asylzahlen für das erste Quartal 2017 sind da. Das Innenministerium hat sie am Freitag auf seiner Website veröffentlicht. 6.480 Flüchtlinge stellten einen Antrag, das sind um 55 Prozent weniger als im Jahr davor.

Die Anträge nach Nationalität:

1. Syrien (1.908 Anträge)

2. Afghanistan (1.133 Anträge)

3. Nigeria (445 Anträge)

4. Russland (420 Anträge)

Die Gruppe der Antragssteller setzt sich aus 62 Prozent Männer und 38 Prozent Frauen zusammen. 454 Antragssteller waren unbegleitete Minderjährige.

90 Prozent Syrer aufgenommen

Syrischen Asylwerber wurde in 90 Prozent der Fälle ein positiver Bescheid ausgestellt. Das ist ein Spitzenwert, afghanische Asylwerber bekommen nur zu 28 Prozent einen positiven Bescheid, viele von ihnen erhalten allerdings subsidiären Schutz. Menschen aus Nigeria haben noch schlechtere Chancen auf Asyl, hier werden nur 1,5 Prozent positiv beschieden.

Von den 8.356 rechtskräftigen Asylentscheidungen bis Ende März waren nur knapp die Hälfte positiv: 4.882. Subsidiären Schutz gab es für 1.615 Menschen, 225 Mal wurde ein humanitärer Aufenthaltstitel vergeben.

(csc)

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