Atemberaubende Fotos der Pluto-Mission

Hobby-Astronomen haben lange auf diesen Moment gewartet. Nach neunjähriger Reise hat die Raumsonde "New Horizons" den Pluto erreicht. In den letzten Tagen gingen Fotos des Zwergplaneten um die Welt. Ein Bild zeigt eine eisige Berglandschaft auf dem Himmelskörper.

Hobby-Astronomen haben lange auf diesen Moment gewartet. Nach neunjähriger Reise hat die Raumsonde "New Horizons" den Pluto erreicht. In den letzten Tagen gingen Fotos des Zwergplaneten um die Welt. Ein Bild zeigt eine eisige Berglandschaft auf dem Himmelskörper.

Nach der erfolgreichen Annäherung der Raumsonde an den Pluto wurde am Mittwoch ein neues Foto von einer Region um den Äquator veröffentlicht. Es zeigt mehrere Berge, die bis zu 3.500 Meter aus der eisigen Oberfläche. Sie dürften nicht mehr als 100 Millionen Jahre alt sein. "Das ist eine der jüngsten Oberflächen, die wir je im Sonnensystem gesehen haben", sagte Jeff Moore aus der Geologie- und Geophysik-Abteilung des Projekts.

Die Forscher sind mit der Performance zufrieden. "New Horizons schickt bereits erstaunliche Resultate zurück. Die Daten sehen absolut umwerfend aus; und Pluto und Charon rauben einem einfach den Verstand", sagt Alan Stern, Forschungsleiter des Projekts.

Neben Pluto und seinem Mond wurden auch die kleinen Monde Nix, Hydra, Styx und Kerberos entdeckt. Wissenschafter erwarten sich viele weitere Bilder, die in den nächsten Monaten auf der Erde eintreffen werden.

Maximale Annäherung wurde gefeiert

Am Dienstagnachmittag befand sich die Raumsonde in einer nach intergalaktischen Maßstäben geringen Entfernung von 12.000 Kilometern. Das Wissenschaftsteam an der Johns Hopkins University in Maryland jubelte über eine kurz zuvor abgeschickte Nahaufnahme. Die Annäherung war durchaus mit Risiken verbunden. Kleine Staubteilchen hätten die Sonde schwer beschädigen können.

Die Reise hat schon einige für die Wissenschaft überaus relavante Überraschungen geliefert. Der Pluto ist etwas größer als angenommen, der Durchmesser beträgt 2370 Kilometer. Der Pluto-Mond Charon ist mit einem Durchmesser von 1280 Kilometern nur halb so groß. Auf dem Himmelskörper selbst wurde ein herzförmiger Fleck entdeckt, der nun "Der Wal" heißt.

Nun soll die Sonde die Oberfläche genauer untersuchen und weitere Fotos an die Erde schicken. Die Daten werden mit einer geringen Geschwindigkeit von 600 Bit pro Sekunde übertragen, aufgrund der Entfernung gelangen sie erst nach fünf Stunden bei der Erde an.
Der 1930 erstmals entdeckte und nach dem römischen Gott der Unterwelt benannte Pluto wird aufgrund seiner geringen Größe seit 2006 nicht mehr als Planet geführt. Immerhin ist das Himmelsobjekt im Kuipergürtel der größte derzeit bekannte Zwergplanet.

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