HNO-Arzt verärgert

"Atemnot beim Schlafen": Bub wartet 10 Monate auf OP

Ein HNO-Arzt überwies einen vierjährigen Buben für eine Operation. Die Wartezeit betrug zehn Monate.
Justine Gull
09.07.2026, 12:33
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Die Beschwerden nehmen zu, Operationstermine werden zu Mangelware, Wartezeiten ziehen sich über Monate! Vor allem sind Kinder betroffen, die Eingriffe "auf Kasse" brauchen – "Heute" berichtete.

Jetzt meldet sich ein Wiener HNO-Arzt, beschreibt die oft triste Lage. Anfang November 2024 diagnostizierte Mediziner Peter Ramberger einem vierjährigen Patienten Ludwig (*Name von der Redaktion geändert) Mittelohrentzündungen sowie Polypen. Bereits ein Jahr lang kämpfte der Bub mit Problemen, unter anderem "Atemnot beim Schlafen sowie Schwerhörigkeit".

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"Es wurde zwischendurch besser, aber dann blieb nichts anderes als eine Operation übrig", sagt der Wiener Arzt im "Heute"-Talk.

Dann die böse Überraschung: Der nächste OP-Termin für eine Entfernung der Polypen sowie für einen Trommelfellschnitt mit Entfernung der Mittelohrergusse war erst im September 2025 möglich. "Zehn Monate Wartezeit sind im Vergleich zu anderen Patienten schon recht schnell, aber bei einem kranken Kind zu viel", führt er weiter aus.

Es war dringend: Für die Sprachentwicklung sollte man einen derartigen Eingriff nicht zu lange aufschieben.

Wartezeit über ein Jahr

Auch ein weiterer Fall zeigt die Brisanz der Wartezeiten: Ein Bub (ebenfalls 4) kämpft eineinhalb Jahre mit dem gleichen Krankheitsbild wie Ludwig – auch hier ist eine OP notwendig. Ende April 2025 wurde ihm zur Operation geraten. Das Erstgespräch wurde hierbei vier Monate später im August ausgemacht, der eigentliche OP-Termin soll jedoch erst im Juli 2026 stattfinden. Wartezeit: 15 Monate!

Für den HNO ist klar, wo das Problem liegt. "Vor Covid-19 und der Schließung der beiden großen HNO-Abteilungen in Wien war so ein Eingriff in 2-4 Monaten erledigt", so der Arzt. Er erklärt, dass viele Patienten mittlerweile die Operationen im Ausland durchführen lassen. "Personen haben dort Familienangehörige und bevorzugen dann, auf andere Länder auszuweichen", führt er aus. Er verweist zudem, dass es keinen Aufnahmestopp bei HNO Kassenärzten in Wien gibt. Ebenso besteht laut ihm kein Ärztemangel an HNO Abteilungen.

"Bei OP-Terminen kommt es für Wiener zu teils exorbitanten Wartezeiten. Hier hat sich in der jüngeren Vergangenheit vor allem der HNO-Bereich mit Wartezeiten von gut einem Jahr, zum Teil sogar zwei Jahren, negativ entwickelt. Selbst bei Kindern!", kritisiert der Wiener Patientenanwalt Jelinek im Rahmen einer Pressekonferenz zum Tätigkeitsbericht 2025

{title && {title} } Gul, {title && {title} } 09.07.2026, 12:33
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