Atomdeal mit Iran fix: Sanktionen aufgehoben

Erneut wurde am Samstag in Wien über die Umsetzung der Einigung im Atomstreit verhandelt. US-Außenminister John Kerry traf auf seinen iranischen Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif. Es sind noch einige Punkte zu klären. Frankreich verzögert nun offenbar die ursprünglich für Samstag geplante endgültige Einigung. Der iranische Präsident Hassan Rouhani verschob eine geplante Rede zum historischen Durchbruch auf Sonntag.
Die EU- und USA-Sanktionen gegen den Iran werden nach über einem Jahrzehnt aufgehoben. US-Außenminister John Kerry, schon fast Stammgast in Wien, traf sich wieder mit seinem iranischen Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif. Die vielen, langen Treffen hatten Erfolg. Am Samstag kam endlich ein Atomdeal zustande. 

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigte, dass der Iran alle Punkte des Atomabkommens vom Juli 2015 einhält. Damit war der Weg für eine Aufhebung der Sanktionen geebnet. Die Kontrolle der IAEA soll allerdings fortgesetzt werden. 

Erster Wirtschaftsdeal mit Europa soll über 10 Mrd. bringen

Die großen Firmen reiben sich schon die Hände und stehen für internationale (Öl-)deals in den Startlöchern. Die OMV zum Beispiel hat schon länger ein Büro in Teheran, in dem sicher bald Hochbetrieb herrschen wird. Erster Nutznießer der Entscheidung in Wien ist Airbus. Die Iraner kündigten schon am Samstag an, mehr als zehn Milliarden Euro in das europäische Unternehmen zu buttern. Sie wollen 114 Passagierflugzeuge kaufen.Auch im Syrien-Konflikt hofft man auf die Mithilfe des Irans, so Außenminister Sebastian Kurz. Im Nahen Osten wird der Iran nun einflussreicher, ein wenig beschnitten. 

Kritik an dem Atom-Deal kommt aus Israel und von den republikanischen US-Amerikanern (Iran "verbreitet den Terrorismus in der ganzen Welt").
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